Forschung im Straßenwesen (FoSt)

Dokumentation der laufenden Forschungsarbeiten im Straßenwesen

0914 126
Verwendung von Braunkohlenflugasche im Straßenbau
6.062
IDN 706236
Forschungsstelle Ruhr-Universität Bochum, Institut für Straßenwesen und Eisenbahnbau (Prof. Dr.-Ing. K. Krass)
Bearbeiter Weßelborg, H.-H.
Auftraggeber Bundesministerium für Verkehr, Bonn
Stand Abschluss: Februar 1996

Ziel des Forschungsvorhabens war es, aus bautechnischer und wasserwirtschaftlicher Sicht Kriterien für die Verwendung von Braunkohlenflugasche (BFA) im Straßenbau zu erarbeiten.Insgesamt wurden in dem Projekt sechs Aschen unterschiedlicher chemischer und mineralogischer Zusammensetzung berücksichtigt. Nach der stofflichen Charakterisierung wurden Vorversuche zur Vorbehandlung der Aschen im Hinblick auf die Verbesserung der Raumbeständigkeit durchgeführt. Des weiteren wurden an 27 Baustoffgemischen Eignungsprüfungen bezüglich ihrer Einsatzmöglichkeit in hydraulisch gebundenen Schichten vorgenommen. Die Anteile der BFA im Mineralstoffgemisch varierten zwischen 0 und 100 Gew.-%. Neben zwei herkömmlichen Zementen kamen zwei der Flugaschen als Bindemittel zum Einsatz. Es wurden weiterführende Untersuchungen vor dem Hintergrund der Verwertung von BFA im Bereich des Dammbaus und in hydraulisch gebundenen Schichten vorgenommen. Hier wurden 14 optimierte Baustoffgemische unter anderem auf die Parameter Druckfestigkeit, Frostwiderstand, Raumbeständigkeit und Wasserdurchlässigkeit über einen Zeitraum bis zu 224 Tagen untersucht. Es zeigte sich, daß sich bei Bindemittelgehalten von 4 bis 6 Gew.-% und BFA-Anteilen von bis zu 70 Gew.-% im Mineralstoffgemisch Druckfestigkeiten erzielen lassen, die für Verfestigungen mit hydraulischen Bindemitteln im Alter von 28 Tagen gefordert sind. Derartige Gemische sind in der Regel auch ausreichend frost- und raumbeständig. Zusätzlich zu den bautechnischen Aspekten wurden an den Aschen im Anlieferungszustand und den einbaufähigen Gemischen wasserwirtschaftliche Untersuchungen durchgeführt. Durch die Verfestigung der Gemische können vorhandene Schadstoffpotentiale deutlich immobilisiert werden.

Veröffentlichung

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