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Rauchabsaugung in Straßentunneln
3.335
IDN 707023
Forschungsstelle DMT - Deutsche Montan Technologie GmbH, Essen
Bearbeiter Sippel, M.
Auftraggeber Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, Bonn
Stand Abschluss: Mai 2001

Erfahrungen der jüngsten Vergangenheit bei Brandereignissen im Mont Blanc-Tunnel, im Tauern-Tunnel sowie bei Brandversuchen im Memorial-Tunnel haben gezeigt, dass eine unzureichende Beherrschung von Rauch- und Hitzeausbreitung in Verbindung mit unzureichenden Fluchtwegeverhältnissen katastrophale Folgen haben kann. Bei Lüftungssystemen in Tunneln besteht das Ziel, den Brandrauch und die Wärme möglichst im Umfeld des Brandherdes aus dem Verkehrsraum abzusaugen und über einen separaten Kanal aus dem Tunnelsystem abzuführen. Je konzentrierter die Absaugung erfolgt, desto geringer wird die Rauchausbreitungszone und damit auch die Gefährdung der Tunnelnutzer. - Aufbauend auf der Analyse bestehender Systeme, der Auswertung von Brandversuchen und der Richtlinien europäischer Länder sowie den Ergebnissen von dreidimensionalen numerischen Simulationsrechnungen wurden Empfehlungen für die Überarbeitung der RABT hinsichtlich der Auslegung und des Betriebes von Systemen mit abschnittsweiser Rauchabsaugung abgeleitet. Es hat sich gezeigt, dass durch den Einsatz von Lüftungssystemen mit abschnittsweiser Absaugung, bei denen Klappen im Brandbereich gezielt geöffnet und alle anderen Klappen verschlossen werden können, eine effektive Rauchabsaugung erreicht werden kann.

Veröffentlichung Informationen Forschung im Straßen- und Verkehrswesen: Straßenbau und Straßenverkehrstechnik, Lieferung Nr. 71, 2001