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Vergleich von Produktionsdaten (Sollwerte) und Labordaten (Istwerte) zur Ermittlung der praktischen Sollwertabweichungen bei der Asphaltherstellung
AiF 13459N
IDN 707212
Forschungsstelle Universität der Bundeswehr München, Institut für Verkehrswesen und Raumplanung (Prof. Dr.-Ing. W. Wirth)
Bearbeiter Opel, A.
Auftraggeber Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit, Bonn
Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e. V. (AiF), Köln
Stand Abschluss: Juli 2005

Kernstück der vorliegenden Untersuchung ist die Ermittlung der Abweichungen zwischen Rezepturvorgabe und tatsächlicher Mischgutzusammensetzung ("Sollwert-" bzw. "Rezepturtreue"), und zwar durch chargenweisen Vergleich von Einstellungsdaten der Mischanlagensteuerung und Laboranalysedaten entsprechender Mischgutproben. Eine Abhängigkeit der "Rezepturtreue" von der Mischgutart/-sorte konnte nicht nachgewiesen werden. Es ergaben sich aber bei den ermittelten Abweichungen deutliche Unterschiede von Mischanlage zu Mischanlage. Der systematische Fehler liegt im Durchschnitt aller untersuchten Proben für den Bindemittelgehalt bei 1,72 % und für den Anteil der Gesamtmineralstoffsumme bei 0,10 %. Für den zufälligen Fehler wurde im Durchschnitt aller untersuchten Proben beim Bindemittelgehalt eine Standardabweichung von 5,86 % und bei den Mineralstoffen eine Standardabweichung von 0,34 % ermittelt. Unabhängig von diesen Fehlergrößen erfüllen die meisten in die Probenahme einbezogenen Chargen die Toleranzgrenzen der ZTV Asphalt StB und ZTV T-StB. Für den Bindemittelgehalt überschreiten 27 und für die Anteile an Füller, Sand- und Splittkörnung 15 von 264 Proben die Grenzen. Außerdem wurden in der Uhtersuchung verschiedene anlagen- und steuerungstechnische Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt, mit denen der systematische Fehler bei der Herstellung von Asphaltmischgut in Zukunft verringert werden könnte. Es werden auch Möglichkeiten aufgezeigt, in welcher Weise Chargenprotokolldaten zu einem verbesserten Gütenachweis bzw. zu einer verbesserten Gütesicherung in der Misrrhgutproduktion genutzt werden könnten. In diesem Zusammenhang könnte sich - nach entsprechenden weiterführenden Untersuchungen - auch eine Reduzierung des in den TL G Asphalt-StB festgelegten Eigenüberwachungsaufwandes ergeben.

Veröffentlichung