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Detailergebnis zu DOK-Nr. 44400

Pkw und Klimaänderung (Orig.engl.: Cars and climate change)

Autoren
Sachgebiete 6.9 Verkehrsemissionen, Immissionsschutz
6.10 Energieverbrauch, Elektromobilität

Paris: Organisation for Economic Co-operation and Development (OECD) / International Energy Agency (IEA), 1993, 236 S., zahlr. B, T, Q

Der Energieverbrauch durch den Verkehr hat sich in den OECD-Ländern von 1960 bis 1990 fast verdreifacht. In demselben Ausmaße ist die Emission des Treibhausgases Kohlendioxid angestiegen. Beteiligt daran waren nahezu alle Arten des Personenverkehrs. Den größten Beitrag lieferten die Fahrten durch Pkw, während der durch Busse und Bahnen verursachte Anstieg der Treibhausgasemission geringer war. Bezogen auf den Personenkilometer war allerdings der Luftverkehr der größte Energieverbraucher mit der höchsten Emission. Ähnliche Wachstumsraten weist auch der Güterverkehr zu Lande auf. Ungefähr 72 % der Pkw zuzuschreibenden Treibhausgase werden durch den Auspuff emittiert, 18 % stammen aus der Treibstoffgewinnung und -verteilung. Die restlichen 10 % entstehen bei der Fahrzeugherstellung. Die Emission von Treibhausgasen kann durch verbesserte Energieausnutzung und durch Ersatz des Benzins durch andere Treibstoffe verringert werden. Die Technologie zu einer um den Faktor 2 bis 3 verbesserten Energieausnutzung durch Pkw ist vorhanden: günstigere Aerodynamik der Fahrzeuge, Gewichtsreduzierung, Verringerung des Rollwiderstandes, Frontantrieb statt Hinterradantrieb, Verringerung der Zylinderzahl z.B. von 6 auf 4. Ihre Anwendung ist aber mit hohen Kosten und eingeschränkten Leistungen verbunden, so daß solche Fahrzeuge derzeit nicht verkäuflich sind. Eine weitere Verringerung des Ausstoßes von Treibhausgasen wird durch geringere Kraftstoffverbräuche möglich. Bis zum Jahre 2005 wird für Pkw ein mittlerer Kraftstoffverbrauch von 6,9 Litern pro 100 km erwartet. Einige alternative Kraftstoffe wie Diesel, Flüssiggas oder komprimiertes Naturgas können mit geringerem Energieaufwand hergestellt werden. Die Herstellung synthetischer Kraftstoffe wie z.B. Alkohol erfordert mehr Energie und verursacht höhere Kosten. Bei alternativen Kraftstoffen aus Gas oder Kohle kann die bei Herstellung und Verbrauch erzeugte Menge an Treibhausgas höher sein als bei Benzin. Gas- oder elektrobetriebene Fahrzeuge sind schwerer als herkömmliche, so daß der Energieverbrauch und die Emissionen insgesamt ansteigen. Mag auch die Technologie bekannt sein, wird es ohne gesetzliche Zwänge im Jahr 2005 noch kein Fahrzeug mit verminderter Emission von Treibhausgasen geben. Die Verfasser schlagen daher vor, Kraftstoffe nach ihrem Gehalt an Kohlenstoffen zu besteuern, sind sich aber bewußt, daß dieser Vorschlag in der nahen Zukunft nicht verwirklicht wird.