Detailergebnis zu DOK-Nr. 82461
Verwendung von Bewehrungsgittern für die Erhaltung des Strassenoberbaus - Forschungsprojekt VSS 2019/422 auf Antrag des Schweizerischen Verbandes der Strassen- und Verkehrsfachleute (VSS) (Orig. engl.: Use of reinforcement grids for pavement maintenance)
| Autoren |
M.R. Kakar A. Ongel N. Bueche C. Raab M. Arraigada F. Schiffmann T. Blumenfeld |
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| Sachgebiete |
12.1 Asphaltstraßen |
Zürich: Schweizerischer Verband der Straßen- und Verkehrsfachleute (VSS), 2025, 289 S., zahlr. B, T, Q, Anhang (Bundesamt für Straßen (Bern), H. 1803)
Asphaltbeläge, die starkem Verkehr und Witterungseinflüssen ausgesetzt sind, stoßen mit der Zeit an ihre Tragfähigkeitsgrenzen und weisen verschiedene Arten von Schäden (Risse, Spurrinnen usw.) auf, die die Verkehrssicherheit und den Fahrkomfort der Verkehrsteilnehmenden beeinträchtigen. Daher ist es wichtig, effiziente Instandsetzungs- und Erneuerungsmethoden zu suchen, die es ermöglichen, die Erhaltungskosten zu senken, die Lebensdauer zu verlängern sowie Material und Energie einzusparen. Für die Erhaltung der Straßeninfrastruktur stehen vielfältige Maßnahmentypen zur Verfügung, wobei sich Erhaltungsmaßnahmen mit dem Einsatz von Asphaltbewehrungen vor allem zur Vermeidung von Reflektionsrissen immer mehr durchsetzen. Es gibt jedoch noch viele offene Fragen, insbesondere hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf den Schichtenverbund. Darüber hinaus lieferte das ASTRA-Forschungsprojekt 2011/011 sehr interessante Ergebnisse zum Einsatz von Asphaltbewehrung und dem damit verbundenen Performanceverhalten (Festigkeit und Dauerhaftigkeit). Die Hersteller von Asphaltbewehrungsgittern haben ihrerseits ein gewisses Know-how entwickelt, das es ihnen ermöglicht, ihre Produkte erfolgreich auf Baustellen einzusetzen. Auch wenn sich die Wirkung von Asphaltbewehrungen in vielen Fällen in der Praxis bewährt hat, gibt es derzeit keine verlässliche Theorie, um die Mechanismen und die Wirksamkeit ihres Einsatzes zu beschreiben. Daher besteht der Bedarf an aussagekräftigen Untersuchungs- und Prüfmethoden, die einen direkten Vergleich verschiedener Bewehrungsgitter sowie deren Gesamtwirksamkeit und Einfluss auf die Performance des Asphaltaufbaus ermöglichen. Um diese Lücke zu schließen, wurde im aktuellen Forschungsprojekt die Leistungsfähigkeit (Performance) unterschiedlicher Bewehrungsgitter anhand verschiedener Laborprüfungen auf der Grundlage unterschiedlicher Probengrößen und -abmessungen bewertet, um Erkenntnisse über den Einsatz von Bewehrungsgittern zu gewinnen. Parallel dazu wurde eine Teststrecke gebaut, um das in-situ-Verhalten der Asphaltbewehrungen zu überwachen und mit den Ergebnissen der Laboruntersuchungen zu verknüpfen. Das Projekt zielte darauf ab, bewährte Verfahren für den Einsatz von Bewehrungsgittern in Asphaltaufbauten zu untersuchen und zu fördern, indem die methodische und normative Grundlage geschaffen wurde, die erforderlich ist, um solche Bewehrungsgitter beim Dimensionierungsprozess zu berücksichtigen und ihre Wirksamkeit (Performance) zu bewerten. Die Bewertung erfolgte hierbei hersteller- und produktunabhängig, weshalb die wichtigsten in der Schweiz tätigen Hersteller von Asphaltbewehrungsgittern berücksichtigt wurden. Alle Ergebnisse dieser Arbeit werden jedoch anonym, d.h. ohne Angabe des Herstellers dargestellt.