Detailergebnis zu DOK-Nr. 82435
Flächenressource großflächige Parkplätze: Potenziale mit Flächenanalyse und KI-gestützter Klassifikation systematisch ermitteln
| Autoren |
V. Dunker S. Gutsche J. Haas E. Panzenböck A. Weinmann |
|---|---|
| Sachgebiete |
5.13 Ruhender Verkehr (Parkflächen, Parkbauten) 0.11 Daten (EDV, IT, Internetanwendungen und Verkehrsdaten) 0.8 Forschung und Entwicklung |
Planerin (2025) Nr. 5, S. 54-55, 1 B
Großflächige Parkplätze prägen vielerorts das Stadtbild, werden planerisch jedoch bislang kaum systematisch entwickelt. Ihre monofunktionale Nutzung, starke Versiegelung und funktionelle Unterauslastung stehen in deutlichem Gegensatz zu den Anforderungen einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung. Flächenknappheit und Anpassungsmaßnahmen angesichts des Klimawandels und der Verkehrswende sind die Herausforderungen, vor deren Hintergrund sich verstärkt die Frage stellt, wie diese Flächen strategisch aktiviert und klimaresilient, sozial gerecht sowie flächeneffizienter erschlossen werden können. Dieser Frage widmete sich das ExWoSt-Forschungsprojekt "Transformationspotenziale großflächiger Parkplätze für den nachhaltigen Stadtumbau”. (ExWoSt, Experimenteller Wohnungs- und Städtebau) Geleitet durch das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) im Auftrag des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB), wurde ein innovativer methodischer Ansatz entwickelt, um erstmals systematisch Potenziale von Parkplätzen ab 750m2 zu erfassen und zu bewerten. Dabei geht es nicht per se um die flächendeckende Reduktion von Parkplätzen, sondern um eine differenzierte Betrachtung ihrer Nutzungspotenziale im Kontext nachhaltiger Stadtentwicklung. Ziel ist es, bestehende Flächen abhängig von Lage, Funktion und Umfeld neu zu bewerten und multifunktionale Entwicklungsperspektiven aufzuzeigen. Hier setzt das Projekt mit einem mehrstufigen Analyse- und Bewertungsansatz an: von der flächendeckenden Datenerhebung über die KI-gestützte Oberflächenklassifikation bis hin zur automatisierten Typisierung und Entwicklung beispielhafter Zielbilder. Damit wurde ein methodisches Instrumentarium geschaffen, das Kommunen befähigt, fundierte Entscheidungen über die künftige Nutzung bislang ungenutzter oder untergenutzter Parkplatzflächen zu treffen. In den drei Modellkommunen Dortmund, Görlitz und Ulm wurden insgesamt über 1700 Parkplatzflächen mit rund 500 ha Fläche ermittelt und untersucht.