Zurück Vor

Detailergebnis zu DOK-Nr. 82434

Erhöhtes Konfliktrisiko an LSA-geregelten Knotenpunkten: Mehr Sicherheit für vulnerable Verkehrsteilnehmende

Autoren L. Kiefer
L. Rilling
T. Wissmann
C. Kühnel
Sachgebiete 5.11 Knotenpunkte
6.3 Verkehrssicherheit (Unfälle)
6.7.1 Verkehrssteuerung mit LSA

Straßenverkehrstechnik 69 (2025) Nr. 11, S. 747-751, 6 B, 1 T, zahlr. Q

Die Verkehrsleistung des nicht-motorisierten Individualverkehrs steigt beständig an, insbesondere das Zufußgehen und die Nutzung von Fahrrädern. Dies führt zu erhöhten Anforderungen an die Verkehrssicherheit, da die wachsenden Nutzungszahlen eine komplexere Abwägung von Sicherheitsansprüchen erfordern. Besonders schutzbedürftig sind die sogenannten Vulnerable Road Users (VRU), primär Fuß- und Radverkehrsteilnehmende, die ohne den passiven Schutz einer Fahrzeugkarosserie häufig in konfliktträchtigen Bereichen unterwegs sind, wie z. B. Engstellen, Querungsstellen und Knotenpunkten. An lichtsignalanlagen(LSA)-geregelten Knotenpunkten dominieren zwei Unfallmuster mit VRU: Kollisionen mit links- oder rechtsabbiegenden Kraftfahrzeugen bei bedingt verträglicher Freigabe für beide Verkehrsteilnehmende. Die hohe Zahl an Unfällen mit Personenschaden verdeutlicht den Handlungsbedarf für gezielte Sicherheitsmaßnahmen an diesen Konfliktpunkten. Systeme zur Erkennung kritischer Verkehrssituationen und zur Erhöhung der Verkehrssicherheit müssen mehrere zentrale Anforderungen erfüllen. Dazu zählen eine zuverlässige Detektion der relevanten Verkehrsteilnehmenden und Gefahrenlagen, die Verarbeitung der erfassten Daten in Echtzeit sowie die Integration von Komponenten zur Unterstützung des vernetzten Fahrens. Nur durch das Zusammenspiel dieser Elemente kann eine effektive und adaptive Sicherheitswirkung im urbanen Verkehrsraum gewährleistet werden.