Detailergebnis zu DOK-Nr. 82403
Intelligente Sensorik im Straßenbau: Temperaturüberwachung für Qualität, Effizienz und Nachhaltigkeit
| Autoren |
M. Nosal S. Czaja E. Görener |
|---|---|
| Sachgebiete |
0.16 Klimaschutz, Nachhaltige Entwicklung, Ressourcenschonung, Lebenszyklusbetrachtung, Ökobilanz 9.0 Allgemeines, Prüfverfahren, Probenahme, Güteüberwachung 9.1 Bitumen, Asphalt |
Straße und Autobahn 76 (2025) Nr. 11, S. 815-822, 13 B, 2 T, 8 Q
Die Qualität von Straßenbelägen hängt entscheidend von der Einbautemperatur des Asphalts ab. Intelligente Sensoren mit SUB-GHz-Funkmodul (ein energieeffizientes Funkprotokoll zur drahtlosen Übertragung kleiner Datenmengen über größere Distanzen) und kabelgebundene Temperatursysteme ermöglichen eine Echtzeitüberwachung während und nach dem Einbau. Diese Technologien sollen die Verdichtungsprozesse verbessern und die Bauzeiten verkürzen und unterstützen somit die frühzeitige Verkehrsfreigabe. Zudem ermöglicht die Langzeitüberwachung eine qualitative Temperaturanalyse und unterstützt die Qualitätssicherung, insbesondere bei temperaturabgesenktem Asphalt. Vor dem Hintergrund aktueller Entwicklungen – wie der künftigen verpflichtenden Einführung temperaturabgesenkter Asphalte (TA-Asphalt) sowie wachsender Anforderungen an Nachhaltigkeit, Dokumentation und Eigenüberwachung – gewinnt der gezielte Einsatz intelligenter Sensorik zunehmend an Bedeutung. Durch cloudbasierte Datenerfassung, Echtzeitanalyse und Langzeitmessung im Asphaltkern leisten diese Technologien einen wichtigen Beitrag zur Standardisierung von Einbauprozessen und zur Verbesserung der Baupraxis. Praxisbeispiele zeigen, dass sich dadurch nicht nur die Ausführungsqualität erhöhen, sondern auch Wartungskosten und Umweltbelastungen deutlich reduzieren lassen. Die im Beitrag vorgestellten Systeme und Anwendungsbeispiele unterstreichen das Potenzial smarter Sensorik als Schlüsseltechnologie.