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Detailergebnis zu DOK-Nr. 82446

Merkmale von Auffahrunfällen: Ein Vergleich zwischen Unfällen mit automatisierten Fahrsystemen und Unfällen mit fortschrittlichen Fahrerassistenzsystemen (Orig. engl.: Characteristics of rear-end collisions: a comparison between automated driving system-involved crashes and advanced driving assistance system-involved crashes)

Autoren C. Huang
X. Wen
D. He
Sachgebiete 6.3 Verkehrssicherheit (Unfälle)
6.7.3 Automatisiertes und Autonomes Fahren

Transportation Research Record (TRR): Journal of the Transportation Research Board Vol. 2678, H. 7, 2024, S. 771-782, 1 B, 5 T, zahlr. Q. - Online unter: https://journals.sagepub.com/home/trr

Mit der steigenden Anzahl von Fahrzeugen, die mit automatisierten Fahrsystemen (Automated Driving Systems, ADS) ausgestattet sind und auf öffentlichen Straßen getestet werden, sowie dem wachsenden Marktanteil von Fahrzeugen mit fortschrittlichen Fahrerassistenzsystemen (Advanced Driving Assistance Systems, ADAS) könnte auch die Zahl der Unfälle zunehmen, an denen ADS- oder ADAS-Systeme beteiligt sind. Daher ist es notwendig, die Verteilung der Unfälle mit ADS- und ADAS-Beteiligung sowie die Faktoren, die zu ihnen führen, zu untersuchen. Es wurde festgestellt, dass Auffahrunfälle bei Unfällen mit ADS dominieren. Allerdings gibt es keine Untersuchungen zu den Bedingungen, unter denen Auffahrunfälle mit ADS eher auftreten, und es gibt auch keine Untersuchungen zu Auffahrunfällen mit ADAS. Auf der Grundlage von 130 Unfällen mit ADS-Beteiligung und 84 Unfällen mit ADAS-Beteiligung, die aus einem von der National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) der USA zwischen Juli 2021 und Mai 2022 gesammelten Datensatz extrahiert wurden, untersuchte diese Studie die Unfallmuster, insbesondere Auffahrunfälle, von ADS- und ADAS-gesteuerten Fahrzeugen. Die Ergebnisse zeigen, dass Auffahrunfälle sowohl bei Unfällen mit ADS- als auch mit ADAS-Beteiligung dominieren, insbesondere bei Unfällen mit ADAS-Beteiligung. Die Art der Unfälle mit ADS- und ADAS-Beteiligung wurde durch die Geschwindigkeit des eigenen Fahrzeugs im Verhältnis zur angegebenen Geschwindigkeitsbegrenzung beeinflusst. Darüber hinaus wurde die Art der Unfälle mit ADS-Beteiligung durch die Bewegung des Unfallpartners vor dem Unfall beeinflusst, während die Art der Unfälle mit ADAS-Beteiligung zusätzlich mit dem Straßentyp in Zusammenhang stand. Die Ergebnisse können Erkenntnisse für die Gestaltung von ADAS- und ADS-Steuerungsalgorithmen, die Gestaltung der externen Mensch-Maschine-Schnittstelle von Fahrzeugen mit ADS oder ADAS sowie für Schulungsprogramme für Verkehrsteilnehmende liefern, um die Verkehrssicherheit im gemischten Verkehr zu verbessern.