Detailergebnis zu DOK-Nr. 82447
Dynamisches Beleuchtungsverfahren für Knotenpunkte an Landstraßen mit sich ändernden Verkehrsströmen (Orig. engl.: Dynamic illumination method for rural highway intersections with traffic flow changes)
| Autoren |
H. Li L. Wang Y. Bie |
|---|---|
| Sachgebiete |
6.8 Beleuchtung 5.2 Landstraßen 5.11 Knotenpunkte 5.15 Verkehrsablauf (Verkehrsfluss, Leistungsfähigkeit, Bemessung) |
Transportation Research Record (TRR): Journal of the Transportation Research Board Vol. 2678, H. 7, 2024, S. 977-991, 4 B, 5 T, zahlr. Q. - Online unter: https://journals.sagepub.com/home/trr
An Knotenpunkten auf Landstraßen kommt es häufig zu Konflikten zwischen Fahrzeugen und ungeschützten Verkehrsteilnehmenden. Durch eine Verbesserung der Lichtverhältnisse an Knotenpunkten kann die Wahrscheinlichkeit von Unfällen bei Nacht erheblich verringert werden. Ziel dieser Studie war die Entwicklung einer dynamischen Beleuchtungsmethode für Knotenpunkte an Landstraßen mit sich ändernden Verkehrsströmen. Zunächst wurden die Sicherheitsgrundsätze für die Auslegung eines Beleuchtungssystems hinsichtlich minimaler Beleuchtungsstärke, Fahrzeuggeschwindigkeit und Verkehrsrisiko an Knotenpunkten formuliert. Darüber hinaus wurde ein Modell zur Quantifizierung des Verkehrsrisikos an Knotenpunkten entwickelt, das Beleuchtungsstärke- und Verkehrsfluss-Parameter als Eingaben verwendet und die Gap-Acceptance-Theorie sowie das Brems-Sicherheitsabstandsmodell einbezieht. Anschließend wurde unter Kombination der Sicherheitsgestaltungsprinzipien und des Modells zur Quantifizierung des Verkehrsrisikos eine Berechnungsmethode für die optimale Beleuchtungsstärke an Knotenpunkten entwickelt, wobei die minimale Beleuchtungsstärke als Optimierungsziel und die Einhaltung des Sicherheitsgrenzwerts an Knotenpunkten als Nebenbedingung berücksichtigt wurden. Abschließend wurde eine Fallstudie in einer simulierten Umgebung durchgeführt. Die Bewertungsergebnisse zeigen, dass durch die Begrenzung der maximalen Nachtgeschwindigkeit von Fahrzeugen an Knotenpunkten auf 50 km/h die Energieeinsparungsrate des Beleuchtungssystems maximiert werden kann, während gleichzeitig die Verkehrssicherheit und die Transporteffizienz gewährleistet sind. Der Vorteil dieser Methode besteht darin, dass sie ohne historische Unfalldaten ein sicheres Beleuchtungskonzept für Autobahnkreuze berechnen und den Energieverbrauch für die Beleuchtung senken kann. Sie erhöht die Machbarkeit der Förderung von Beleuchtungsanlagen an ländlichen Autobahnkreuzen.