Detailergebnis zu DOK-Nr. 82443
Schätzung des durch geteilte automatisierte Personentransportdienste in einer mittelgroßen europäischen Stadt mittels Mikrosimulation verursachten ökologischen Rebound-Effekts (Orig. engl.: Estimation of environmental rebound effect induced by shared automated passenger transport service in a mid-size european city via microsimulation)
| Autoren |
A. Garus B.A. Oreña M.A. Raposo A. Mourtzouchou R.C. Piñera C. Lima Azevedo L. Dell'Olio R. Seshadri M.M. Monteiro B. Ciuffo |
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| Sachgebiete |
6.2 Verkehrsberechnungen, Verkehrsmodelle 6.7.1 Verkehrssteuerung mit LSA 6.10 Energieverbrauch, Elektromobilität |
Transportation Research Record (TRR): Journal of the Transportation Research Board Vol. 2678, H. 8, 2024, S. 966-978, 1 B, 5 T, zahlr. Q. - Online unter: https://journals.sagepub.com/home/trr
Die Einführung autonomer Fahrzeuge wird den Verkehr in städtischen und ländlichen Gebieten revolutionieren. Dennoch sollte man, bevor autonome Fahrzeuge vollständig zugelassen sind, um die Straßen zu befahren, versuchen, die Auswirkungen vorherzusagen, die diese haben könnten, und so viele negative externe Effekte wie möglich zu vermeiden. Darüber hinaus wird erwartet, dass die Möglichkeit, das Lenkrad loszulassen und Multitasking zu betreiben, den wahrgenommenen Zeitwert im Fahrzeug erheblich verringern könnte, was zu Veränderungen im Fahrtverhalten führen kann, die wiederum negative Auswirkungen auf die ökologische Nachhaltigkeit des Systems haben könnten. Daher haben die Autoren versucht, den umweltbezogenen Rebound-Effekt zu schätzen, der mit den durch die Einführung gemeinschaftlich genutzter autonomer Fahrzeuge verursachten Verhaltensänderungen verbunden ist. Diese Studie präsentiert die Ergebnisse einer Simulation des Verkehrssystems von Santander (Spanien), die durch die Verknüpfung der in SimMobility entwickelten aktivitätsbasierten Nachfrageabschätzung mit der Mikrosimulation mit Aimsun sowie deren Batterieverbrauchs- und Schadstoffemissionsmodellen durchgeführt wurde. Die durch die Studie erzielten Ergebnisse zeigen, in welchem Ausmaß identifizierte Änderungen im Fahrtverhalten die Umweltleistung des Verkehrssystems sowie das Gesamtergebnis aller identifizierten Verhaltensänderungen beeinflussen könnten. Die Ergebnisse zeigen, dass der Rebound-Effekt die CO2-Emissionen im Vergleich zu einem Szenario ohne Verhaltensänderungen um fast 40 % erhöhen könnte. Die Autoren halten dieses Thema für besonders interessant für die Ebene der politischen Entscheidungen, für die Stadtplanung und regionale Behörden.