Detailergebnis zu DOK-Nr. 82423
Auswirkungen der Pandemie auf das Wahlverhalten bei den Verkehrsmitteln der Pendlerinnen und Pendler: Eine Fallstudie der Stadt Dalian (China) (Orig. engl.: Impact of pandemic on commuters’ mode choice behavior: A case study of Dalian City, China)
| Autoren |
K. Bhattarai S. Zhao D. Hou M. Jochi |
|---|---|
| Sachgebiete |
5.3.4 Öffentlicher Personennahverkehr 6.1 Verkehrserhebungen, Verkehrsmessungen |
Transportation Research Record (TRR): Journal of the Transportation Research Board Vol. 2678, H. 8, 2024, S. 979-991, 3 B, 4 T, zahlr. Q. - Online unter: https://journals.sagepub.com/home/trr
Die Angst vor einer COVID-19-Infektion hat die Entscheidungen der Individuen bei der Wahl ihrer Reisearten beeinflusst. Folglich kam es weltweit zu einem beispiellosen Wandel im Reiseverhalten. Die Studie analysiert das Wahlverhalten von Pendlerinnen und Pendlern während der COVID-19-Pandemie anhand von Präferenzdaten, die in Dalian (China, 7,45 Mio. Einwohner) gesammelt wurden. Zusätzlich zur üblichen Praxis, soziodemografische und Reisecharakteristika zu berücksichtigen, quantifiziert die Studie auch den Einfluss von Sicherheitsvorschriften auf das Wahlverhalten der Pendler. Ein multinomiales Logit- (MNL) und ein gemischtes Logit- (ML) Modell mit Panelkorrelation wurden entwickelt, um den Einfluss verschiedener Faktoren auf die Verkehrsmittelwahl der Pendelnden zu verstehen. Es wird festgestellt, dass Pendlerinnen und Pendler den Verkehrsträger mit strengeren COVID-19-Sicherheitsvorschriften dem mit nachsichtigen Vorschriften vorziehen. Darüber hinaus haben während der Corona-Krise eingeführte Sicherheitsvorschriften die U-Bahn-Nutzung im Vergleich zum Bus deutlich erhöht; jedoch ist eine auffällige Verlagerung vom öffentlichen Verkehr zum Privatwagen zu beobachten. Die Autoren haben festgestellt, dass Einkommen, Bildung, Beschäftigungsstatus, Autobesitz vor der Pandemie und Sicherheitsvorschriften die Variablen sind, die einen signifikanten Zusammenhang mit der Nutzung der U-Bahn aufweisen. Ebenso haben Geschlecht und Autobesitz sowohl vor als auch während COVID-19 einen signifikant positiven Einfluss, während Bildung und Beschäftigung negativ mit der Wahl von Privatwagen assoziiert sind. Die Ergebnisse werden für Planung und die Ebene der politischen Entscheidungen nützlich sein, um das Verkehrssystem während einer Krise wie der Corona-Pandemie weiter zu regulieren.