Detailergebnis zu DOK-Nr. 82553
Arbeitspapier Temperaturgesteuerte Streustoffdosierung – Empfehlungen und Hinweise zu den Technischen Anforderungen und zur Streustoffdosierung (Ausgabe 2025)
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16.4 Winterdienst 0.5 Patentwesen, Normen, Regelwerke |
Köln: FGSV Verlag, 2025, 23 S., 3 T, Anhang (Hrsg.: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen) (FGSV 384181) (W 2, Wissensdokumente). − ISBN 978-3-86446-444-7. − Online-Ressource: Zugriff über: www.fgsv-verlag.de/ap-temperaturgesteuerte-streustoffdosierung
Die Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen (FGSV) hat nun das "Arbeitspapier Temperaturgesteuerte Streustoffdosierung – Empfehlungen und Hinweise zu den Technischen Anforderungen und zur Streustoffdosierung“ mit der Ausgabe 2025 neu herausgegeben. Es ersetzt das gleichnamige Arbeitspapier, Ausgabe 2015. Auf der Basis umfangreicher Erfahrungen in der Praxis mit dieser Technik sowie von Forschungsvorhaben konnte das Wissensdokument weiter differenziert, erweitert und aktualisiert werden. Für einen effektiven und umweltgerechten Winterdienst ist es wichtig, die Streudichten den jeweils vorherrschenden Bedingungen anzupassen. Wesentliche Einflüsse sind dabei der Fahrbahnzustand und die Fahrbahntemperatur sowie Niederschlagsart und -menge. Zudem ist es je nach Einsatzfall und Streutechnik wichtig, gegebenenfalls noch vorhandenes Restsalz auf der Fahrbahn sowie Ausbringungs- und Liegezeitverluste zu berücksichtigen. Dabei müssen einerseits aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und des Umweltschutzes zu hohe Streustoffdichten vermieden werden, andererseits können zu niedrige Streudichten dazu führen, dass die Fahrbahnglätte nicht vollständig beseitigt oder sogar noch verstärkt wird. Für die Wahl der richtigen Streudichten gibt das "Merkblatt für den Winterdienst auf Straßen“ und die dort enthaltene Streudichte-Tabelle Empfehlungen in Abhängigkeit von den maßgeblichen Parametern, unterschieden nach präventiven (vorbeugenden) und kurativen Einsätzen (bei vorhandener Glätte). Diese dienen als Grundlage für Entscheidungen der Einsatzleitung zu den auszubringenden Streudichten sowie zur manuellen Steuerung der Streumaschinen während der Fahrt. Da die Temperatur einen sehr maßgeblichen Einfluss auf die erforderlichen Streudichten hat, visuell während der Fahrt nicht eingeschätzt werden kann und zum gleichen Zeitpunkt an verschiedenen Punkten im Netz deutlich differieren kann, wurden Systeme entwickelt, bei denen die Streudichten während des Einsatzes automatisch der vom Fahrzeug aus gemessenen Fahrbahntemperatur angepasst werden ("Thermografie“). Das Arbeitspapier gibt Empfehlungen zum Einsatz dieser Technik. Dabei werden deren Vorteile und Grenzen aufgezeigt und die technischen Anforderungen beschrieben. Zudem werden Hinweise für den Einsatz gegeben und die Streudichtenkurven als Grundlage der Steuerung vorgegeben. Die Hinweise sollten sowohl bei der Beschaffung solcher Streugeräte als auch bei deren Einsatz beachtet werden, um Fehlfunktionen und daraus gegebenenfalls resultierende Fehlstreuungen und deren negative Folgen zu vermeiden. Vier Streukurven für Reif- und Eisglätte ergänzen das Arbeitspapier in der Anlage.