Zurück Vor

Detailergebnis zu DOK-Nr. 82551

Zwei Meilensteine des Holzbrückenbaus überschreiten schon jetzt die Grenzen der neuen Holzbaunorm

Autoren M. Gerold
Sachgebiete 15.4 Holzbrücken
15.5 Fußgängerbrücken und -unterführungen

Der Prüfingenieur (2025) Nr. 67, S. 46-61, 17 B, 6 T, 12 Q

Mit den integralen Brücken über den Seeblickweg in Stuttgart mit carbonbewehrter Fahrbahnplatte und dem Franklin-Steg in Mannheim – der zurzeit längsten integralen Holzbrücke der Welt – werden im Artikel zwei Brücken vorgestellt, die man getrost als Meilensteine des modernen Holzbrückenbaus bezeichnen kann. Die Ingenieure und Architekten, die sie konzipiert und realisiert haben, und die genauso innovativen ausführenden Firmen haben, aus guten Gründen und mit experimentell dokumentierten Belegen, die Anwendungsgrenzen der neuen Normengeneration für den Holzbau bereits vor deren Veröffentlichung überschritten. Die hier erläuterten ingenieurtechnischen Überlegungen, Abwägungen und Realisierungen, die für die beiden dauerhaft und nachhaltig geplanten Brücken angestellt und vollzogen wurden, gestatten einen Blick auf die unmittelbare Zukunft des modernen Holzbrückenbaus, und sie weisen einen Weg zur konkreten Ausgestaltung des Teils 2 des Eurocode 5. Gleichzeitig fordern sie die ingenieurwissenschaftlichen Praktiker heraus, sich an der Erarbeitung der Nationalen Anhänge und der 3. Eurocode-Generation aktiv zu beteiligen.