Detailergebnis zu DOK-Nr. 82477
Veränderung der Performance-Eigenschaften von Walzasphalt bei Verwendung feiner Gesteinskörnungen mit unterschiedlicher Wasserempfindlichkeit
| Autoren |
D. Rogg |
|---|---|
| Sachgebiete |
0.8 Forschung und Entwicklung 9.0 Allgemeines, Prüfverfahren, Probenahme, Güteüberwachung 11.2 Asphaltstraßen |
Straße und Autobahn 76 (2025) Nr. 12, S. 900-907, 11 B, 1 T, 9 Q
Die Wasserempfindlichkeit von feinen Gesteinskörnungen hat einen wesentlichen Einfluss auf die Mörteleigenschaften von Walzasphalt und beeinflusst somit die Dauerhaftigkeit der Gesamtbefestigung erheblich. Das Gebrauchsverhalten des Asphalts basierend auf der Wasserempfindlichkeit von feinen Gesteinskörnungen ist im derzeitigen Regelwerk jedoch nicht ausreichend beschrieben. Aus diesem Grund musste eine neue Prüfsystematik mit einer neuen zielführenden und praxisorientierten Probekörpervorbereitung und -lagerung entwickelt werden, die praxisgerechte und reproduzierbare Ergebnisse liefert. Dies gelang, indem man verschiedene Probekörpervorbereitungen mit dem Schüttel-Abriebverfahren analysierte und verglich. Dabei stellte sich heraus, dass insbesondere eine Trockenlagerungszeit von 48 h entscheidend ist, um den in den feinen Gesteinskörnungen enthaltenen und für die Wasserempfindlichkeit entscheidenden Tonmineralen die Möglichkeit zu geben, ihr volles Quellvermögen zu entfalten. Weitergehende dynamische Stempeleindringversuche und Zugversuche bestätigten die Ergebnisse des Schüttel-Abriebverfahrens am Marshall-Probekörper, dass die Wasserempfindlichkeit der feinen Gesteinskörnungen einen entscheidenden Einfluss auf das Gebrauchsverhalten des Walzasphalts besitzt.