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Detailergebnis zu DOK-Nr. 82505

Be- und Entladen von Lieferfahrzeugen im öffentlichen Raum (Forschungsprojekt VPT_20_02D_01 auf Antrag des Bundesamtes für Strassen ASTRA)

Autoren M. Ruesch
P. Todesco
G. Hettich
T. Fumasoli
M. Hofer
Sachgebiete 5.3 Stadtverkehr (Allgemeines, Planungsgrundlagen)
5.13 Ruhender Verkehr (Parkflächen, Parkbauten)
5.21 Straßengüterverkehr
0.8 Forschung und Entwicklung

Zürich: Schweizerischer Verband der Straßen- und Verkehrsfachleute (VSS), 2025, 310 S., zahlr. B, T, Q, Anhänge (Bundesamt für Straßen (Bern), H. 1814)

Im Rahmen des Forschungsprojektes aus der Schweiz wurde eine Auslegeordnung zum Be- und Entladen im öffentlichen Raum erstellt, Anspruchsgruppen und ihre Nutzungsansprüche identifiziert, der Einbezug des Güterverkehrs in die Interessenabwägung geklärt, gute Praktiken und neue Lösungen für das Be- und Entladen im öffentlichen Raum evaluiert, Standardlösungen und Planungsmodule entwickelt und im Rahmen von Fallstudien angewendet sowie ein Vorschlag für die Integration der Erkenntnisse in Planungsgrundlagen erarbeitet. Darauf gestützt wurden Schlussfolgerungen und Empfehlungen abgleitet. Es lassen sich sechs grundlegende Funktionen von Verkehrsflächen unterscheiden: Verkehrsabwicklung, Zugang für Personen und Dienste, Zugang für Waren, Belebung/Begegnung, Begrünung/Möblierung, Abstellung und Reinigung/Unterhalt. Für diese Funktionen bestehen verschiedene Nutzungsmöglichkeiten der Verkehrsflächen. Die Auslegeordnung zum „Be- und Entlad im öffentlichen Raum“ zeigt, dass sowohl die Nutzungsansprüche als auch die Nutzungskonflikte zunehmen. Die wesentlichen Konflikte beim Be- und Entladen im öffentlichen Raum resultieren aus der konkurrierenden Inanspruchnahme der dafür benötigten Flächen durch diverse Akteure. Dem Bund wird empfohlen die Signalisationsverordnung (SSV) hinsichtlich neuer Lösungen für Be- und Entladeflächen im Güterumschlag zu prüfen. Dem VSS wird empfohlen, eine Norm/einen Guide für das Be- und Entladen von Lieferfahrzeugen im öffentlichen Raum und das Parkieren für den Dienstleistungsverkehr zu erarbeiten und bestehende Normen/Guides für die Planung des Straßenraumes auf eine zweckmäßige Berücksichtigung der Nutzungsansprüche des Güter- und Dienstleistungsverkehrs zu überprüfen. Planungsbehörden wird empfohlen den gewerblichen Güterumschlag und die Parkierung des Dienstleistungsverkehrs stärker in Mobilitäts- sowie Verkehrskonzepte und -strategien zu integrieren und das Thema Güter- und Dienstleistungsverkehr stärker in Organisation und Projektplanungsprozessen zu verankern. Zudem sollten stadtweite Konzepte für den gewerblichen Güterumschlag und die Parkierung des Dienstleistungsverkehrs im öffentlichen Raum entwickelt werden. Gestützt auf die erarbeiteten Planungsmodule sollten Pilotversuche an Straßenzügen oder Plätzen mit Handlungsdruck durchgeführt werden.