Detailergebnis zu DOK-Nr. 82489
Anwendung der DEA-Methode zur Bewertung der Effizienz von Maßnahmen zur Einrichtung von Umweltzonen in europäischen Städten (Orig. engl.: Applying data envelopment analysis to evaluate efficiency of low emission zone policies in European cities)
| Autoren |
Y. Ma F. Meszaros |
|---|---|
| Sachgebiete |
0.16 Klimaschutz, Nachhaltige Entwicklung, Ressourcenschonung, Lebenszyklusbetrachtung, Ökobilanz 5.3 Stadtverkehr (Allgemeines, Planungsgrundlagen) 5.3.3 Verkehrsberuhigung, Umfeldverbesserung 6.9 Verkehrsemissionen, Immissionsschutz |
European Transport Research Review 17 (2025) Nr. 60, 22 S., zahlr. B, T, Q. − Online-Ressource: verfügbar unter: https://doi.org/10.1186/s12544-025-00758-1
Umweltzonen (Low Emission Zones, LEZ) sind in Europa weit verbreitet und wurden durch iterative Verbesserungen weiterentwickelt, um strengere Zugangskriterien durchzusetzen und sie an den Zielen eines nachhaltigen städtischen Verkehrs auszurichten. In einer Vielzahl von Veröffentlichungen wird die Wirksamkeit von LEZ untersucht, einschließlich ihrer ökologischen und sozialen Auswirkungen, während ihrer Gesamteffizienz aus quantitativer, multikriterieller Perspektive bisher wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Die Studie führt die Data Envelopment Analysis (DEA/Dateneinhüllanalyse) ein, um die Leistung von zwölf europäischen Städten mit unterschiedlichen sozioökonomischen und verkehrstechnischen Merkmalen zu bewerten. Die Analyse umfasst drei Inputs (BIP/Kopf, LEZ-Quote und Zugangsbeschränkungen) und drei Outputs (zwei Schadstoffe und die Einhaltungsquote), um die umfassende Effizienz von LEZ zu erfassen. Alle Analysen wurden mit der DEAP-Software unter Verwendung eines outputorientierten Ansatzes durchgeführt. Die Ergebnisse unterstreichen die Wirksamkeit und Praktikabilität der DEA bei der Bewertung der LEZ-Effizienz. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass München, Mailand, Stockholm und Brüssel unterhalb der Effizienzgrenze liegen, wofür gezielte Verbesserungsempfehlungen vorgeschlagen werden. Die Hauptbeschränkungen dieser Arbeit liegen in der Datenverfügbarkeit und die Zeitinkonsistenz, die durch logische Imputation und Interpolation zur Schätzung der fehlenden Daten gemildert wurden. Aus politischer Sicht zeigen die in den DMUs festgestellten Ineffizienzen deutliche Herausforderungen für das Management und die Strategie. Städte wie Stockholm und Helsinki, deren Effizienz stark von der Einhaltungsquote und der Strenge der Vorschriften abhängt, könnten sich eher auf Aufklärungskampagnen oder Anreizmaßnahmen zur Verbesserung der Einhaltung konzentrieren, als die Zugangskriterien weiter zu verschärfen. Die Abhängigkeit Brüssels von wirtschaftlichen Inputs unterstreicht hingegen den Zusammenhang zwischen angemessener finanzieller Unterstützung und der Leistungsfähigkeit von Umweltzonen. Im Gegensatz dazu sind Städte wie Madrid und Amsterdam, die in allen Szenarien eine stabile Effizienz aufweisen, Beispiele für ausgereifte und ausgewogene Regulierungssysteme. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Verbesserung der Einhaltungsquote und die Optimierung der Ressourcenallokation unerlässlich sind, um die Gesamtwirksamkeit von Umweltzonen in ganz Europa zu verbessern.