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Detailergebnis zu DOK-Nr. 82546

Nutzung neuer Technologien für die Überwachung der Nationalstrassen

Autoren C. Gammeter
R. Hajdin
F. Schiffmann
Sachgebiete 12.0 Allgemeines, Management
15.0 Allgemeines, Erhaltung

Straße und Verkehr 111 (2025) Nr. 12, S. 12-25, 4 B, 1 T, zahlr. Q (dt.-frz.)

Im schweizerischen Projekt „NTech – Nutzung neuer Technologien für die Überwachung der Nationalstrassen“ wurde eine breite Übersicht über heute verfügbare und künftig zu erwartende Technologien zur Infrastrukturüberwachung, bezogen auf Kunstbauten, Tunnel und Trasse sowie die damit verbundenen Themen aus den Bereichen Geotechnik, Naturgefahren und Umwelt, erstellt. Nicht berücksichtigt wurden der Fachbereich Betriebs- und Sicherheitsausrüstung sowie eine zentrale Datenbewirtschaftung sowie Echtzeit-Überwachung für die Infrastruktur. Insgesamt wurden mehr als 70 Technologien beschrieben und bezüglich ihres Potenzials bewertet. Ein Sounding Board mit nationalen und internationalen Vertretern und eine eigens entwickelte Methodik unterstützten die Auswahl der Überwachungstechnologien für die relevanten Bauwerkstypen. Im Vordergrund stehen Technologien, die über den Zustand der Infrastrukturobjekte Auskunft geben, sowie solche zur Überwachung von (Natur-)Gefahren (wie Felsbewegungen). In der Erarbeitung wurden sowohl etablierte als auch sich in der Entwicklung befindende Technologien hinsichtlich ihres Potenzials, ihres Nutzens und ihrer Kosten bewertet. Für bereits ausgereifte Technologien wird die standardmäßige Umsetzung empfohlen. Dies betrifft den Einsatz von unterschiedlichen Sensoren bei Kunstbauten, Laserscanning und Photogrammetrie in Tunneln und die Entwicklung von Qualitätsstandards und die Zertifizierung der Messsysteme für die Trasse. Für Technologien mit hohem Zukunftspotenzial, wie z. B. Brücken-Weigh-in-Motion, verteilte akustische Erfassung, KI-basierte Schadensdetektion und die Nutzung von Satellitendaten, werden Pilotprojekte und vertiefende Forschungsarbeiten angeregt. Eine konkrete Konzeption und die Durchführung von Pilotanwendungen sollen Inhalt nachfolgender Arbeiten sein.