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Detailergebnis zu DOK-Nr. 82617

Antriebswende im Schwerlastverkehr: Treibhausgasquote benachteiligt batterieelektrische Lkw

Autoren W.-P. Schill
J. Jöhrens
F. Spathelf
Sachgebiete 5.21 Straßengüterverkehr
6.10 Energieverbrauch, Elektromobilität

DIW Wochenbericht, DIW Berlin, German Institute for Economic Research, 2025, Nr. 46, S. 724-732, 6 B, zahlr. Q. - Online unter: https://www.diw.de/de/diw_01.c.620233.de/publikationen/diw_wochenbericht.html

Die Treibhausgasquote, auch Treibhausgasminderungsquote oder THG-Quote genannt, ist ein marktbasiertes Klimaschutzinstrument. Es verpflichtet Unternehmen der Mineralölwirtschaft dazu, die mit dem Inverkehrbringen fossiler Kraftstoffe verbundenen Emissionen zu reduzieren. Es wurde im Jahr 2015 eingeführt und löste die bis dahin bestehende Biokraftstoffquote ab. In diesem Bericht wird analysiert, wie die THG-Quote auf die sogenannte Antriebswende im Straßengüterverkehr wirkt – also auf den Ersatz schwerer Dieselfahrzeuge durch solche mit batterieelektrischen Antrieben oder Wasserstoff-Brennstoffzellen. Einleitend wird ein Überblick über aktuelle Trends bei den Flotten- und Neuzulassungsanteilen von Lkw mit alternativen Antrieben gegeben. Anschließend wird untersucht, wie sich die THG-Quote auf die Anreize für die Nutzung von batterieelektrischen und Brennstoffzellen-Lkw auswirkt. Auf dieser Basis werden abschließend Reformoptionen vorgeschlagen, um bestehende Anreizverzerrungen zu vermindern.