Zurück Vor

Detailergebnis zu DOK-Nr. 82757

Neue Winterdienst-Strategien zur Optimierung von Effektivität und Nachhaltigkeit im Winterdienst

Autoren H. Hanke
Sachgebiete 16.4 Winterdienst

Straßenverkehrstechnik 70 (2026) Nr. 2, S. 95-100, 8 B, 1 T, 4 Q

Der Winterdienst ist ein elementarer Bestandteil unseres Wirtschaftslebens. Er gewährleistet auf dem deutschen Straßennetz Verkehrssicherheit und Verkehrsfluss sowie die Wirtschaftskraft des Landes. Neben dieser wichtigen Funktion hat der Winterdienst jedoch folgende Rahmenbedingungen zu beachten: rechtliche Vorgaben (Streupflicht), Kosten und Wirtschaftlichkeit sowie den Umweltschutz. Die Weiterentwicklung des Winterdienstes findet in diesem Spannungsfeld statt und strebt an, diese Ansprüche immer besser zu erfüllen. Mit der konsequenten Umsetzung einer vorbeugenden Streuung, d. h. bevor sich die Glätte überhaupt erst bildet, können die bisherigen herkömmlichen Winterdienst-Strategien abgelöst und erheblich optimiert werden. Grundsatz ist dabei, dass die Streuung von Salz rechtzeitig erfolgt, bevor sich die Glätte auf der Fahrbahn bildet. Dies ist immer dann möglich, wenn die Glätte mit hoher Sicherheit erwartet werden kann und vorhandene Feuchtigkeit auf der Fahrbahn bei sinkenden Temperaturen (unter 0 °C) zu überfrieren droht, d. h. bei drohender Reif- und Eisglätte. Auch bei Eisregen (Glatteis) ist eine vorbeugende Streuung sinnvoll. Dabei wird diese Streuung optimal mit FS100 durchgeführt, da diese am besten verteilt werden kann, am besten und längsten auf der Fahrbahn haftet und optimal wirkt. Mit geringsten Salzmengen kann solch eine optimale Wirkung erzielt werden. Diese neue Strategie, die auch im 2025 neu erschienenen Merkblatt Winterdienst abgebildet ist, führt zu erheblichen Einsparungen an Salz und an Kosten. Zudem hat sie Vorteile für den Betriebsablauf, die Verkehrssicherheit und die Rechtssicherheit des Winterdienstes. Wichtig ist allerdings auch die richtige und konsequente Umsetzung dieser Strategie.