Detailergebnis zu DOK-Nr. 82738
Schalltechnische Auswirkungen auf die Verkehrslärmimmissionen durch eine zunehmende Elektrifizierung der Fahrzeugflotte
| Autoren |
L. Niemietz A. Lobach K. Kliesch |
|---|---|
| Sachgebiete |
6.9 Verkehrsemissionen, Immissionsschutz 6.10 Energieverbrauch, Elektromobilität |
Lärmbekämpfung 21 (2026) Nr. 1, S. 16-21, 5 B, 2 T, 5 Q
Zur Ermittlung der Emissionen von E-Pkw, und um die schalltechnischen Auswirkungen der Elektrifizierung der Pkw-Flotte bewerten zu können, erfolgten Luftschallmessungen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Pegel von E-Autos gerade bei niedrigen Geschwindigkeiten erwartungsgemäß geringer ausfallen als bei konventionell angetriebenen Pkw. Die Parametrisierung des Emissionsverhaltens in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit entsprechend der RLS-19 kann hier auch auf E-Pkw übertragen werden. Hierbei zeigt sich, dass E-Pkw ein niedrigeres Grundgeräuschniveau aufweisen. Durch den größeren Exponenten C(Index W,E-Pkw) steigen die Emissionen der E-Pkw stärker mit zunehmender Geschwindigkeit, sodass bei hohen Geschwindigkeiten die E-Pkw ein vergleichbares Emissionsverhalten aufweisen wie konventionell angetriebene Pkw. Mit den Erkenntnissen lassen sich nun auch Emissionen in Anlehnung an die RLS-19 für Fahrzeugflotten mit Berücksichtigung von variablen E-Pkw-Anteilen berechnen. Im Straßenverkehr ergibt sich ohne Berücksichtigung der Lkw bei niedrigen Geschwindigkeiten (etwa 30 km/h) bereits bei Anteilen von 40 % E-Pkw eine Reduktion der Emissionen der Straßen von rund 1,3 dB, während bei hohen Anteilen (= 80 %) Differenzen von über 4 dB erreicht werden können.