Detailergebnis zu DOK-Nr. 82731
Eine neuartige Methodik zur Messung der Zuverlässigkeit öffentlicher Gleichstrom-Schnellladestationen (Orig. engl.: Novel methodology to measure the reliability of public DC fast charging stations)
| Autoren |
T.D. Gamage A.T. Jenn G. Tal |
|---|---|
| Sachgebiete |
6.1 Verkehrserhebungen, Verkehrsmessungen 6.10 Energieverbrauch, Elektromobilität |
Transportation Research Record (TRR): Journal of the Transportation Research Board Vol. 2678, H. 11, 2024, S. 1440-1453, 11 B, 4 T, zahlr. Q. - Online unter: https://journals.sagepub.com/home/trr
Wie bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor, die auf eine Tankinfrastruktur angewiesen sind, wird der Erfolg der neuen Fahrzeuge mit Elektroenergie von der Entwicklung eines robusten und zuverlässigen Netzes für die Energieversorgung und einer Ladeinfrastruktur abhängen, die ihren Energiebedarf für diese Fahrzeugart deckt. Der US-amerikanische Verkehrssektor befindet sich in einem raschen Übergang zu emissionsfreien Fahrzeugen, wobei Elektrofahrzeuge (electric vehicles, EVs) die größten Aussichten auf eine breite Akzeptanz haben. Bis 2035 und darüber hinaus ist davon auszugehen, dass die Personenbeförderung und Logistikdienstleistungen von EVs abhängig sein werden. Ein Netzwerk zuverlässiger Ladestationen entlang der Korridore ist unerlässlich, um das Vertrauen der Fahrenden bei Langstreckenfahrten mit batterieelektrischen Fahrzeugen zu stärken. Hier schlagen die Autoren eine detaillierte Methodik zur Messung der Zuverlässigkeit von Ladestationen auf der Grundlage von Daten zur Ladeinfrastruktur vor. Durch die Zuordnung von Ladevorgängen zu einzelnen Ladevorgängen kann die Methodik einen ganzheitlichen Überblick über die Ladeerfahrung von Nutzenden erfassen. Die Autoren verwenden reale Ladedaten, die zwischen 2019 und 2022 von 54 Gleichstrom-Schnellladesäulen (DCFCs) in 36 Korridor-Ladestationen in ganz Kalifornien gesammelt wurden, um zu zeigen, dass das übergreifende Zuverlässigkeitskonzept der Erfahrung der Nutzenden sehr nahe kommt. Die Analyse von zwei verschiedenen Ladenetzwerken zeigt, dass die Nutzenden dieser Netzwerke nach einem oder mehreren Versuchen an einer Ladestation im Durchschnitt eine Erfolgswahrscheinlichkeit von 83 bzw. 77 % haben. Es werden auch erhebliche Unterschiede in der Leistung der Stationen innerhalb desselben Netzwerks festgestellt (d. h. 79-87 % bzw. 13-95 %). Darüber hinaus beobachten die Autoren, dass mindestens 3 % der Nutzenden mit unerwarteten Ladeunterbrechungen konfrontiert sind. Die Autoren arbeiten heraus, warum Fehlercodes allein kein guter Indikator für die Diagnose von Ladefehlern sind. Da immer mehr Daten von DCFCs verfügbar werden, kann die Methodik zu einem gängigen Instrument für die Bewertung der Zuverlässigkeit von Ladestationen werden.