Detailergebnis zu DOK-Nr. 83021
Bewertung von Hochleistungsmethoden zur Ermittlung der Deflektionswerte von Fahrbahnen (Forschungsprojekt TRU_20_02A_01) (Orig. franz.: Evaluation des méthodes à grand rendement pour la mesure des déflexions de chaussées routières; Projet de recherche TRU_20_02A_01)
| Autoren |
M. Ould-Henia P. Rossel O. Siwar M. Gharbi N. Bueche A. Ongel P. Bauer A. Gautier S. Chiavuzzo |
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| Sachgebiete |
14.7 Tragfähigkeitsprüfungen 0.8 Forschung und Entwicklung |
Zürich: Schweizerischer Verband der Straßen- und Verkehrsfachleute (VSS), 2026, 200 S., zahlr. B, T, Q, Anhänge (Bundesamt für Straßen (Bern), H. 1819)
Die Tragfähigkeit der Fahrbahnen ist ein zentrales Kriterium bei der Verwaltung von Straßeninfrastrukturen. Sie beeinflusst direkt Entscheidungen über notwendige Instandsetzungen sowie die Dimensionierung von Straßenverstärkungen gemäß der Norm VSS 40 733B. In der Schweiz erfolgt die Beurteilung dieses wichtigen Aspekts in der Praxis vorwiegend auf Projektebene und nur selten auf Netzebene, dabei wird der I5-Index gemäß Norm VSS 40 925B als Bewertungsgrundlage herangezogen. Historisch beschränkten sich Tragfähigkeitsmessungen in der Schweiz auf kantonale und kommunale Straßennetze sowie vereinzelt auf Nationalstraßen. Dies lag hauptsächlich an den begrenzten Möglichkeiten herkömmlicher Messmethoden wie Benkelman, Lacroix und FWD/HWD. Zwar liefern diese Verfahren präzise Ergebnisse, doch aufgrund ihrer geringen Leistungsfähigkeit eignen sie sich kaum für umfassende Messungen auf Netzebene. Die Erhebungen erfolgen meist nur projektspezifisch und stationär oder bei niedrigen Geschwindigkeiten. Die Einführung von Messfahrzeugen, die Deflektionen bei Verkehrsgeschwindigkeit erfassen können, markiert einen bedeutenden technologischen Fortschritt. Sie eröffnet neue Möglichkeiten für Tragfähigkeitsbewertungen auf Netzebene und bietet vielversprechende Perspektiven für umfassendere Analysen, die die Planung großer Erhaltungsmaßnahmen deutlich verbessern könnten. Die Auswahl der untersuchten Straßenabschnitte erfolgte in enger Zusammenarbeit mit den Auftraggebern und Mitgliedern der Forschungsgruppe. Dabei lag der Fokus auf gut dokumentierten Straßenstrukturen. Das Messprogramm umfasste insgesamt 101 km in drei Kantonen (Neuenburg, Waadt, Wallis) und deckt damit eine Vielzahl an Straßensituationen ab. Die Abschnitte setzen sich aus 56 km Nationalstraßen und 44 km Kantonsstraßen zusammen. Kommunale Straßen wurden aufgrund der für diese Netze ungeeigneten Fahrzeugabmessungen nicht berücksichtigt.