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Detailergebnis zu DOK-Nr. 83031

Weniger Material, kürzere Bauzeiten: Brückenbau mit dem LT-Brückenbauverfahren und nach dem Regenschirmprinzip – Der Überbau einer mehrfeldrigen Spannbetonbrücke ist mit LT-Brückenbauweise deutlich schneller möglich als mit konventioneller Bauweise

Autoren J. Kollegger
F. Untermarzoner
Sachgebiete 15.3 Massivbrücken

Der Prüfingenieur (2026) Nr. 68, S. 52-63, 15 B, 1 T, 20 Q

Am Lehrstuhl für Stahlbeton- und Massivbau der TU Wien sind zwei Bauverfahren entwickelt worden, die dem Bau von Brücken mit dünnwandigen und vorgefertigten Stahlbetonbauteilen neue Perspektiven eröffnen: das nach dem Regenschirmprinzip funktionierende Brückenklappverfahren und das LT-Brückenbauverfahren. Vor allem unter den Aspekten substanzieller Materialeinsparung und möglichst kurzer Montagezeiten sind die Vorzüge und Vorteile dieser neuen Bauverfahren evident. Im folgenden Beitrag werden deshalb einige Ergebnisse der diesbezüglichen Wiener Forschungsprojekte und die beiden neuen Bauverfahren selbst en détail vorgestellt. Die Erstanwendung des Brückenklappverfahrens erfolgte 2019 und 2020 in Österreich beim Bau der Brücken über den Lahnbach und über die Lafnitz. Das LT-Brückenbauverfahren wurde im Jahr 2022 bei dem Pilotprojekt Pinkabachbrücke zum ersten Mal erfolgreich eingesetzt. Mittlerweile sind die Planungen für vier weitere LT-Brücken beauftragt worden.