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Detailergebnis zu DOK-Nr. 83010

Normierung von hoch polymermodifizierte Asphaltbelägen (HPMix) (Forschungsprojekt VSS_2022_337) (Orig. engl.: Standardization of highly polymer-modified asphalt mixtures (HPMix)

Autoren M. Zaumanis
M. Arraigada
G. Dosch
O. Paperna
Sachgebiete 9.1 Bitumen, Asphalt
14.2 Ebenheit, Befahrbarkeit
14.3 Verschleiß

Zürich: Schweizerischer Verband der Straßen- und Verkehrsfachleute (VSS), 2026, 229 S., zahlr. B, T, Q, Anhänge (Bundesamt für Straßen (Bern), H. 1816). - Online unter: https://myvss.mobilityplatform.ch/vss/account/publication/9076/webviewer/

In einem typischen polymermodifizierten Bindemittel (PmB) liegt die Polymerdosierung zwischen 2,5 und 3,5 Massenprozent des Asphaltbindemittels, während hochpolymermodifizierte Bindemittel (High-PmBs) typischerweise Polymerdosierungen von 6-8 M.-% enthalten. Solche Bindemittel werden bereits in der Praxis und in der Forschung eingesetzt. Im Vergleich zu konventionellen PmBs gelten als Vorteile von hochpolymeren Bindemitteln eine längere Lebensdauer des Belags, eine verbesserte Spurrinnen- und Rissbeständigkeit, eine geringere Belagsdicke und eine Erhöhung des Recycling-Anteils in herkömmlichen polymermodifizierten Mischgütern (Bindemitteltyp CH-E oder CH-C). Die Vorteile eines hohen PmB-Gehalts gegenüber konventionellem PmB-Gehalt ergeben sich aus dem kontinuierlichen Polymernetzwerk. Während in einem konventionellem PmB die Polymerphase diskontinuierlich ist, bildet die Polymerphase in einem High-PmB ein ausgedehntes Polymernetzwerk, das eine gummiartige Reaktion auf äussere Belastungen bewirkt. Das bedeutet, dass das Mischgut bei einem Polymeranteil von etwa 5 Gewichtsprozent des Asphaltbinders von einer diskontinuierlichen zu einer kontinuierlichen Polymerphase übergeht. Diese Umkehrung verbessert die Performance und Dauerhaftigkeit von Asphaltmischgütern. Dieses Projekt hat gezeigt, dass hochpolymermodifizierte Bindemittel gegenüber herkömmlichen polymermodifizierten Bindemitteln eindeutige Vorteile bieten können. Im Rahmen der Forschung wurde dies sowohl auf Bindemittel- als auch auf Mischgutebene nachgewiesen. Für die Standardisierung werden jedoch hauptsächlich bindemittelbasierte Prüfverfahren und Kriterien vorgeschlagen, da auf Mischgutebene die Prüfungen entweder keinen nennenswerten Unterschied zwischen dem hochpolymermodifizierten Bindemittel und einem herkömmlichen polymermodifizierten Bindemittel zeigten oder die Durchführung der Prüfung zu aufwendig ist (zum Beispiel der Ermüdungsprüfung). Obwohl einige der Mischgutprüfungen für die Gestaltung von Mischgutrezepturen von Vorteil sein könnten, ist ihre Verwendung nicht unbedingt ausschliesslich auf hochpolymermodifizierte Bindemittel beschränkt, weshalb in diesem Bericht keine Empfehlungen gegeben werden. Nachstehend folgt eine Zusammenfassung der Überlegungen, die für oder gegen die Standardisierung einer bestimmten Prüfung sprechen.