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Detailergebnis zu DOK-Nr. 83145

Stadtbahnverlängerung U 5 Frankfurt: Tunnelvortriebe und Tiefstation (Projektbericht innerstädtischer Tunnelbau)

Autoren
Sachgebiete 15.8 Straßentunnel
5.3.4 Öffentlicher Personennahverkehr

Tunnel 46 (2026) Nr. 3, S. 34-38, B

Der Ausbau urbaner Infrastruktur stellt insbesondere in dicht besiedelten Gebieten eine erhebliche Herausforderung dar. Mit der Verlängerung der Stadtbahnlinie U5 erhält das Frankfurter Europaviertel eine Anbindung an das städtische U-Bahn-Netz. Dieses Vorhaben ist nicht nur ein Meilenstein für die Mobilität und Stadtentwicklung Frankfurts, sondern auch ein Paradebeispiel für die Umsetzung technisch anspruchsvoller Tunnelbauprojekte unter extremen innerstädtischen Bedingungen. Im Auftrag der SBEV (Stadtbahn Entwicklung und Verkehrsinfrastrukturprojekte Frankfurt GmbH) realisiert das Unternehmen Porr in einer ARGE, einen rund 1160 m langen unterirdischen Streckenabschnitt einschließlich der neuen Tiefstation Güterplatz sowie der Anbindung an den bestehenden U-Bahntunnel am Platz der Republik. Das Projekt ist eingebettet in eine städtische Umgebung mit hoher Bebauungsdichte und bestehender Verkehrsinfrastruktur. Die Anforderungen an die Stadtplanung sind entsprechend komplex: Neben der Integration in das ÖPNV-Netz müssen Aspekte wie Lärmschutz, Verkehrsführung während der Bauzeit und die Minimierung von Eingriffen in den Stadtraum berücksichtigt werden. Die überwiegend unterirdische Trassierung der U5 führt durch ein hochsensibles urbanes Umfeld mit dichter Bebauung, bestehender Verkehrsinfrastruktur und einem hohen Grundwasserstand. Die geologische Situation ist geprägt von Frankfurter Ton mit eingelagerten Kalksteinbänken, was die Auswahl und den Verschleiß der Bohrwerkzeuge maßgeblich beeinflusst.