Detailergebnis zu DOK-Nr. 83142
Belastungsversuch an der Elbebrücke Bad Schandau
| Autoren |
O. Mosig C. Fritsch S. Müller A. Gruner G. Schacht S. Marx |
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| Sachgebiete |
15.0 Allgemeines, Erhaltung 15.1 Belastungen und Belastungsannahmen |
Konstruktiver Ingenieurbau (2026) Nr. 3, S. 13-25, zahlr. B, 1 T, zahlr. Q
Die Elbebrücke Bad Schandau wurde aufgrund von festgestellten Rissen und des verbauten spannungsrisskorrosionsgefährdeten Spannstahls gesperrt. Daraufhin wurden umfangreiche diagnostische und rechnerische Untersuchungen durchgeführt und Monitoringmaßnahmen installiert, um das Verhalten der Brücke zu beobachten. Zur Bewertung der Tragsicherheit wurde erfolgreich ein Belastungsversuch durchgeführt. Die Auswertung ergab ausreichende Tragfähigkeit, sodass die Brücke für den kompensierten Verkehr freigegeben werden konnte. An der Brücke wurde eine ganzheitliche Methodik zur Bewertung des Bauwerkszustands angewandt, welche prinzipiell auf weitere spannungsrisskorrosionsgefährdete Bauwerke übertragbar ist. Zusammenfassend lässt sich festhalten: Der Belastungsversuch ist also kein losgelöster, sondern vielmehr ein integrierender Baustein zwischen statischer Berechnung, Monitoring und Bauwerksdiagnostik. Für die Umsetzung und Auswertung von Belastungsversuchen besteht Forschungs- und Regelungsbedarf. Insbesondere sollten konkrete Handlungsanweisungen erarbeitet und normativ eingebunden werden.