Detailergebnis zu DOK-Nr. 83139
Re-Recycling: Beton als Ressource im Autobahnbau
| Autoren |
S. Spalt D. Steiger C. Spiesberger |
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| Sachgebiete |
9.3 Zement, Beton, Trass, Kalk 9.14 Ind. Nebenprodukte, Recycling-Baustoffe 11.3 Betonstraßen |
Straße und Verkehr 112 (2026) Nr. 6, S. 22-34, 12 B (dt.-frz.)
Bei der Generalsanierung der A 1 West Autobahn im Streckenabschnitt Mondsee–Thalgau in Österreich wurde erstmals ein Re-Recycling der Betondecke umgesetzt. Bereits 1990 wurde die Betondecke erstmals vollständig rezykliert, wobei der aufbereitete Beton im Unterbeton bzw. in der zementstabilisierten Tragschicht verwendet wurde. Bei der zweiten Wiederverwertung im Jahr 2025 wurden 70 % der primären Gesteinskörnung eingespart und 24 cm Recyclingbeton im Unterbeton eingebaut. Machbar war das, weil die Recycling-Gesteinskörnung nach der Aufbereitung der Körnung eines normalen Kieswerks entsprach. Die Aufbereitung des Betonabtrags erfolgte zentral mit einem Prallbrecher und der anschließenden Siebung in die Kornfraktionen 0/4, 4/16 und 16/32. Für die Verarbeitung mussten Sand, Zement und Zusatzmittel ergänzt werden. Im Beitrag wird auf die technischen und logistischen Herausforderungen und das Vorgehen beim Re-Recycling eingegangen. Im Weiteren wird zu den Anforderungen aus dem aktuellen Regelwerk sowie zum Übergang zur Kreislaufwirtschaft im Autobahnbau ausgeführt. Das Projekt verdeutlicht, dass sich die Anforderungen der EU-Taxonomie (Klassifizierung für ökologisch nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten) im Betonstraßenbau praktisch umsetzen lassen.