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Detailergebnis zu DOK-Nr. 83144

700 Jahre steinerne Krämerbrücke in Erfurt

Autoren H.-J. Vockrodt
Sachgebiete 15.5 Fußgängerbrücken und -unterführungen
0.1 Straßengeschichte

VSVI Info: Vereinigung der Straßenbau- und Verkehrsingenieure Thüringen e. V. (2025), S. 18-23, 13 B, 3 Q

„Eodem anno [1325] factus est lapideus pons mercatorum in Erphordia“ steht in der Cronica Sancti Petri Erfordensis moderna geschrieben. Mit diesem Eintrag beginnt die 700-jährige Geschichte der Krämerbrücke in Erfurt als steinernes Bauwerk. Die 80 Meter lange und durchgängig mit Fachwerkhäusern bebaute Krämerbrücke ist ein Meisterwerk der Ponts habités – der bebauten und bewohnten Brücken. Ihre Einzigartigkeit liegt in der beidseitigen geschlossenen Bebauung der Tragkonstruktion mit Fachwerkhäusern, die der Brücke von jeher den Charakter einer schmalen, engen Gasse verliehen hat, sowie in der besonderen Bedeutung als mittelalterlicher Handelsvermittler zwischen West und Ost. Die Krämerbrücke besitzt Rang und Wertigkeit als Denkmal der Architektur und Stadtbaukunst, der Technik-, Ingenieurs-, Produktions-, Handels- und Verkehrsgeschichte. Sie kann mit Recht als eine der schönsten mittelalterlichen Brücken in Europa angesehen werden. Wie kein anderes Bauwerk der Stadt ist sie ein lebendiger Marktplatz und damit ein Symbol menschlicher Begegnungen. Die wichtigsten geschichtlichen Daten der Krämerbrücke sowie die Beschreibung ihrer Konstruktion und ihrer bedeutendsten Instandsetzung 1985/86 sind Inhalt dieses Beitrags.