Zurück Vor

Detailergebnis zu DOK-Nr. 83117

Fahrerlaubniserwerb in den DACH-Ländern – Eine vergleichende Untersuchung hinsichtlich Gefährdungspotenzial junger Fahrer und Ausbildungskonzepten

Autoren A. Pagenkopf
A. Engeln
W. Fastenmeier
T. Wagner
Sachgebiete 6.1 Verkehrserhebungen, Verkehrsmessungen
6.3 Verkehrssicherheit (Unfälle)

Zeitschrift für Verkehrssicherheit 72 (2026) Nr. 3, S. 200-206, 4 B, 1 T, zahlr. Q

Im Projekt „Fahrerlaubniserwerb in den DACH-Ländern“ wurde das Gefährdungspotenzial junger Pkw-Fahrer in Deutschland, Österreich und der Schweiz unter Berücksichtigung ihrer Ausbildungsmodelle betrachtet. In allen drei Ländern zeigt sich ein hohes Unfallrisiko junger Fahrer, in Deutschland ist es am höchsten. Die Ausbildungsmodelle weisen im Umfang und inhaltlich deutliche Unterschiede auf. Am auffälligsten ist die zweite Ausbildungsphase in Österreich und in der Schweiz, in der basierend auf konkreten Fahrerfahrungen der jungen Fahrer sicherheitsbezogenes Verhalten reflektiert wird. Die Wirksamkeit von Hazard Perception Tests als Teil der Fahrerlaubnisprüfung ist bislang nur unzureichend empirisch belegt. Empfohlen wird auf aktuellem Stand für den Fahrerlaubniszugang in Deutschland neben der Anwendung von Hazard Prediction Tests als Trainingstool im Rahmen einer erweiterten Ausbildung insbesondere die Integration erfahrungsbasierter Selbstreflexionsschulungen auf Basis erster eigener Fahrerfahrungen nach Erwerb der Fahrerlaubnis.