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Detailergebnis zu DOK-Nr. 83120

Das Vertrauen in autonome Autos unterscheidet sich nicht wesentlich vom Vertrauen in Menschen am Steuer, wenn diese kleine Fehler machen (Orig. engl.: Trust in autonomous cars does not largely differ from trust in human drivers when they make minor errors)

Autoren R. Yokoi
Sachgebiete 6.1 Verkehrserhebungen, Verkehrsmessungen
6.7.3 Automatisiertes und Autonomes Fahren

Transportation Research Record (TRR): Journal of the Transportation Research Board Vol. 2679, H. 2, 2025, S. 592-602, 2 B, 3 T, zahlr. Q. - Online unter: https://journals.sagepub.com/home/trr

Studien haben den Faktor Vertrauen in autonome Fahrzeuge (Autonomous Vehicles, AVs) untersucht, wobei sich zeigte, dass deren Leistungsfähigkeit und Performance entscheidend für die Vertrauensbildung sind. Wenig bekannt ist jedoch über die Auswirkungen kleinerer Fehler, die keine negativen Folgen wie Sachschäden oder Personenschäden nach sich ziehen. Es ist davon auszugehen, dass Menschen von Automatisierungstechnologien eine bessere Leistung erwarten als von menschlichen Personen am Steuer. Daher wurde in der japanischen Studie die Hypothese aufgestellt, dass kleinere Fehler diese Erwartungen enttäuschen und das Vertrauen in AVs erheblich mindern würden. Ziel der Studie war es zu untersuchen, ob sich kleinere Fehler stärker negativ auf das Vertrauen in AVs auswirken als auf das Vertrauen in menschliche Fahrer. Hierzu wurden in Japan zwei Experimente (N = 821) durchgeführt. Dabei wurden zwei unabhängige Variablen variiert: der Akteur (AV vs. Mensch) und das Auftreten von Fehlern (Fehler vs. kein Fehler). Einigen Teilnehmenden wurden Videos gezeigt, in denen AVs und Menschen kleinere Fehler begingen – etwa ein längerer Zeitaufwand beim Einparken (Experiment 1) oder eine verzögerte Abfahrt bei Grün (Experiment 2). Diese kleineren Fehler stellten keinen Verstoß gegen die japanischen Verkehrsregeln dar. Andere Teilnehmende sahen Videos, in denen keine Fehler auftraten. Die Ergebnisse der zweifaktoriellen Varianzanalyse lieferten keine Hinweise darauf, dass die Art der Akteurin oder des Akteurs die negativen Auswirkungen dieser kleineren Fehler auf das Vertrauen beeinflusste. Hinsichtlich des Vertrauensniveaus ergaben sich zwischen AVs und Menschen durch die kleineren Fehler keine signifikanten Unterschiede. Zudem zeigte die Studie, dass die Erwartung bestand, AVs würden nicht mehr Fehler begehen als Menschen. Diese Erwartung führte jedoch nicht zu einem gesteigerten Vertrauen in AVs. Die Ergebnisse legen ferner nahe, dass kleinere Fehler kaum dazu führen, dass die Leistungsfähigkeit von AVs unterschätzt wird.