Zurück Vor

Detailergebnis zu DOK-Nr. 83121

Einblicke in die Nutzungsakzeptanz von Batteriewechseldiensten für nachhaltige Mikromobilität auf der Grundlage des Modells „Unified Theory of Acceptance and Use of Technology 2“ (UTAUT2) (Orig. engl.: Insights into User Acceptance of Battery Swapping Services for Sustainable Micromobility using the Unified Theory of Acceptance and Use of Technology 2 Model)

Autoren F. Zhang
H. Lv
N. Sun
Y. Ji
Sachgebiete 6.1 Verkehrserhebungen, Verkehrsmessungen
6.10 Energieverbrauch, Elektromobilität

Transportation Research Record (TRR): Journal of the Transportation Research Board Vol. 2679, H. 2, 2025, S. 770-786, 3 B, 8 T, zahlr. Q. - Online unter: https://journals.sagepub.com/home/trr

Intelligente Batteriewechseldienste (Battery Swapping Services, BSS) bieten eine innovative Lösung für Herausforderungen wie Ladevorgänge, Sicherheitsrisiken und ein unzureichendes Batteriemanagement bei elektrischen Mikromobilitätsfahrzeugen (electric micromobility vehicles, EMVs). Während sich BSS im B2B-Bereich (Business-to-Business) bereits etabliert haben, ist ihre Akzeptanz im B2C-Sektor (Business-to-Consumer) noch ungewiss. Diese Studie nutzt das aus der Wirtschaftsinformatik stammende Modell „Unified Theory of Acceptance and Use of Technology 2“ (UTAUT2), das der Evaluation einer Akzeptanz einer Innovation dient, in Verbindung mit einer Strukturgleichungsmodellierung, um die Nutzungsabsicht von Privatnutzenden hinsichtlich BSS zu untersuchen. Auf der Grundlage einer Befragung von 434 EMV-Nutzenden in der chinesischen Provinz Jiangsu analysierten die Autoren die Beziehungen zwischen latenten Variablen und bewerteten mittels Mehrgruppenanalyse die moderierenden Effekte soziodemografischer sowie verkehrsbezogener Faktoren. Die Ergebnisse zeigten ein Modell mit hoher Erklärungskraft, das etwa 54,8 % der Varianz der Nutzungsabsicht abdeckt. Dabei erwies sich der soziale Einfluss als stärkster Prädiktor für die Absicht, gefolgt von der Erwartung an die einfache Handhabung, der Preissensibilität und der Leistungserwartung. Interessanterweise zeigten sowohl die Preissensibilität als auch die Technologieangst eine negative Korrelation mit der Nutzungsabsicht. Zudem beeinflussten Variablen wie Geschlecht, Alter, Einkommen, Nutzungszweck und Nutzungshäufigkeit maßgeblich die Bereitschaft der Nutzenden, BSS in Anspruch zu nehmen. Die Studie liefert wertvolle Erkenntnisse für politische Entscheidungspersonen, die die Einführung von BSS bei EMV-Nutzenden fördern sowie das Wachstum und die Nachhaltigkeit des EMV-Marktes vorantreiben wollen.