Dieser Download ist nicht möglich!
DOK Straße

Notice: Only variables should be passed by reference in /var/www/clients/client26/web109/web/src/Plugin/dokstrasse/FrontendPage.php on line 358
Zurück Vor

Detailergebnis zu DOK-Nr. 82705

Walkability messbar machen: Erfassung und Bewertung der Fußverkehrsfreundlichkeit am Beispiel der Stadt Erlangen

Autoren C. Reithmeier
Sachgebiete 5.3 Stadtverkehr (Allgemeines, Planungsgrundlagen)
5.6 Fußgängerverkehr, Fußwege, Fußgängerüberwege

mobilogisch! 47 (2026) Nr. 1, S. 12-14, 3 B, 3 Q

Ob der tägliche Weg zur Arbeit, zum Supermarkt oder zur Schule - fast alle Wege beginnen oder enden zu Fuß. Dennoch ist in vielen Kommunen nicht bekannt, wie gut die Bedingungen vor Ort für Fußgänger:innen tatsächlich sind. Oftmals sind Gehwege zu schmal, durch Hindernisse blockiert, oder sichere Querungshilfen fehlen. Aspekte wie die Aufenthaltsqualität bleiben oft unberücksichtigt. Verlässliche und vergleichbare Datengrundlagen fehlen vielerorts, obwohl sie eine zentrale Voraussetzung für eine wirksame Fußverkehrsförderung bilden. Doch was macht einen Weg aus Sicht des Fußverkehrs attraktiv? Und wie lassen sich solche oft subjektiven Eindrücke systematisch erfassen und bewerten? Genau hier setzt das Konzept der Walkability, der Fußverkehrsfreundlichkeit, an. Es bietet einen Ansatz, um die Qualität von Straßen und Quartieren für den Fußverkehr messbar und vergleichbar zu machen. Die im Artikel vorgestellte Masterthesis untersucht, wie Fußverkehrsfreundlichkeit anhand eines Walkability-lndex in deutschen Städten realitätsnah erfasst werden kann und wie ein Bewertungsansatz gestaltet sein muss, damit er auch in der kommunalen Planungspraxis einfach anwendbar ist. Erprobt wurde das Verfahren anhand dreier Untersuchungsgebieten in der Stadt Erlangen. Der Begriff Walkability stammt aus der amerikanischen Stadt- und Verkehrsplanung. Anfangs lag der Fokus vor allem auf wenigen, rein quantitativen Merkmalen wie der Vernetzung von Straßen, der Einwohnendendichte und der Nutzungsmischung. Inzwischen hat sich das Verständnis deutlich erweitert. Mittlerweile kann Walkability nicht nur objektiv messbare Eigenschaften der Infrastruktur umfassen, sondern auch subjektiv wahrgenommene Aspekte wie Sicherheit oder Attraktivität des Straßenraums.