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Detailergebnis zu DOK-Nr. 47690

1. LVR-Umweltforum "Umwelt und Verkehr", 3. Juni 1996 in Köln- Deutz - Tagungsbericht

Autoren
Sachgebiete 0.3 Tagungen, Ausstellungen
5.0 Allgemeines (Verkehrsplanung, Raumordnung)

Köln: Rheinland-Verlag, 1997, 130 S., zahlr. B, Q ( Landschaftsverband Rheinland / Straße Landschaft Umwelt H. 7)

Die Veranstaltung mit Teilnehmern aus den Landkreisen und den kreisfreien Städten des Rheinlandes sowie aus den Ministerien und Verkehrsverbünden wollte einer politischen Standortbestimmung der verkehrlichen Aufgaben unter Umweltgesichtspunkten dienen. Zwei grundsätzliche Einführungen: 1. "Wo ist der umweltpolitische Handlungsbedarf?" und 2. "Wo ist der verkehrspolitische Handlungsbedarf?" steckten den Rahmen der Diskussionsrunde ab. Prof. von Weizsäcker vom Institut für Klima-Umwelt-Energie, Wuppertal führte für seine Pro-Umweltschutz-Position die 100 je Tag in der Welt aussterbenden Tier- und Pflanzenarten und die Bedrohung des Weltklimas durch die anthropogene Erwärmung der Erdatmosphäre an. Beides zwinge zu einer konsequenten Verkehrsvermeidung. In einem als Gegenposition gehaltenen Referat sprach sich Prof. Baum, Institut für Verkehrswissenschaften der Universität Köln für mehrere Wege zur Vermeidung der Verkehrsprobleme aus mit der These "Mehr Mobilität ermöglichen, ohne daß die Verkehrs- und Umweltbelastungen steigen". Dafür muß u.a. die Verkehrsverlagerung auf andere Verkehrsmittel und die Integration der Verkehrssysteme konsequenter als bisher betrieben werden. Beide Einführungsreferate und Ergebnisse dreier Podiumsgespräche (Welche umwelt- und verkehrspolitischen Ziele und Instrumente haben wir? - Welche konkreten Verbesserungsmöglichkeiten gibt es? - Welche Umsetzungsmöglichkeiten hat der Landschaftsverband Rheinland?) sind in einer dem Bericht vorangestellten als Kurzfassung deklarierten Aussagensammlung katalogisiert. Neben einigen deklamatorischen, nicht verifizierbaren Meinungen oder Wunschvorstellungen ist der schlagzeilenartig formulierte Katalog als Checkliste gängiger Fragestellungen im Verkehrsbereich gedacht.