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Detailergebnis zu DOK-Nr. 79541

Urbane Seilbahnen im öffentlichen Nahverkehr: Handlungsleitfaden für Kommunen, Verkehrsunternehmen und Verbünde – von der Projektidee über Planung und Bau bis zum Betrieb

Autoren
Sachgebiete 5.3.4 Öffentlicher Personennahverkehr
0.13 Handbücher, Grundlagenwissenschaften

Berlin: Bundesministerium für Digitales und Verkehr, 2022, 122 S., zahlr. B. - Online-Ressource: verfügbar unter: www.bmdv.de/SharedDocs/DE/Publikationen/G/leitfaden-urbane-seilbahnen-im-oeffentlichen-nahverkehr.html

Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) hat aus dem Forschungsprogramm Stadtverkehr (FoPS) einen Leitfaden für urbane Seilbahnen im ÖPNV finanziert. Argumente für den Transport durch die Lüfte gibt es reichlich. Denn urbane Seilbahnen bieten Lösungen für umweltgerechte Mobilität und können das Verkehrsnetz sinnvoll und nachhaltig ergänzen und erweitern: Die Kabinen nutzen den Luftraum, am Boden sparen die Kommunen so Platz, den sie anderweitig nutzen können. Hindernisse wie Hügel, Flüsse oder Bahntrassen überwinden die Seilbahnkabinen einfach, schnell und emissionsarm. Neue Gebiete lassen sich so zügig anbinden, Lücken im ÖPNV einfach schließen und die Straßen enorm entlasten – all das ist möglich ohne umfangreiche Baumaßnahmen. Städte und Kommunen können klimafreundliche Mobilität mit dem Einsatz von schwebenden Kabinen einfach fördern. Der Wunsch ist es, urbane Seilbahnen als normales Verkehrsmittel zu etablieren. Daher unterstützt der Bund Städte und Kommunen bei Seilbahnvorhaben mit einer Förderung aus dem Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (GVFG). Die im Jahr 2023 veröffentlichte neue Version (2016+) der Standardisierten Bewertung erleichtert die Darstellung der Vorteile für ÖPNV-Vorhaben erheblich. Diese Grundlage für eine anteilige Bundesförderung gilt als Nachweis der Wirtschaftlichkeit nach dem GVFG. Gute Erfahrungen mit der Seilbahn haben zum Beispiel die Menschen in Koblenz gemacht: Zur Bundesgartenschau 2011 entstanden, sollte die dortige Seilbahn im Anschluss abgebaut werden – eine Bürgerinitiative setzte sich dann aber für den Verbleib ein.