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Detailergebnis zu DOK-Nr. 79491

Mobilitätswende in Stadt und Land: Klimaschutz und räumliche Gerechtigkeit als Transformationsziele des Verkehrs – Gutachten des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesminister für Digitales und Verkehr

Autoren
Sachgebiete 0.2 Verkehrspolitik, Verkehrswirtschaft

Internationales Verkehrswesen 75 (2023) Nr. 2, S. 10-11, 3 Q

Der Wissenschaftliche Beirat beim Bundesminister für Digitales und Verkehr mahnt eine stärker integrierte Perspektive auf die Transformation von Mobilität und Verkehr in städtisch und ländlich geprägten Regionen an. Der vollständige Text der Stellungnahme ist unter https://bmdv.bund.de/SharedDocs/DE/Anlage/G/wissenschaftlicher-beirat-gutachten-mobilitaetswende.html zu finden. Mobilität und Verkehr stehen in den kommenden Jahren vor einer radikalen Transformation. Die Klima- und Ressourcenkrise, die zunehmende Alterung der Gesellschaft und der technologische Wandel – allen voran die Digitalisierung und die Entwicklung neuer Antriebstechnologien – werden sowohl auf der Seite der Nachfrage nach Mobilität und Mobilitätsdienstleistungen als auch auf der Seite des Verkehrsangebots zu gravierenden Veränderungen führen, die einer rahmensetzenden verkehrspolitischen Gestaltung bedürfen. Die Erreichung der Klimaschutzziele im Verkehrssektor setzt eine weitreichende Mobilitätswende voraus, die sich nicht allein in einer Antriebswende erschöpfen darf, sondern die auch darauf abzielt, die Mobilitäts- und Versorgungsansprüche der Bevölkerung mit weniger motorisiertem Verkehrsaufwand – insbesondere solchem mit fossilem Energieeinsatz – sicherzustellen. Bislang offenbart sich die Mobilitätswende sowohl in diskursiver wie auch materieller Hinsicht als großstadtzentriert. Zentrale Leitvorstellungen wie die "Stadt der kurzen Wege", "15-Minuten-Nachbarschaften" oder die "Smart City" beziehen sich meistens auf Herausforderungen, Gegebenheiten und Lebenswirklichkeiten in städtisch geprägten Gebieten. Gleiches gilt für viele verkehrspolitische Programme und Maßnahmen zur Reduzierung des motorisierten Verkehrs und seiner negativen Externalitäten. Beispielhaft zu nennen sind die Diskussionen um Pkw-Einfahrbeschränkungen in bestimmten Stadtgebieten ("autoarme Innenstädte" und "autoreduzierte Quartiere"), Initiativen zur Ausweitung von Sharing-Angeboten, Investitionen in die Fahrradinfrastruktur oder Maßnahmen für eine emissionsarme City-Logistik.