Zurück Vor
0913 103
Einfluss von flüssigen Betonnachbehandlungsmitteln mit höherer Sperrwirkung und erhöhtem Hellbezugswert auf Griffigkeit und Temperaturverhalten von Fahrbahndecken
8.155
IDN 707026
Forschungsstelle Forschungs- und Materialprüfanstalt Baden-Württemberg, Otto-Graf-Institut, Stuttgart
Bearbeiter Laskowski, C.
Auftraggeber Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, Bonn
Stand Abschluss: Februar 2003

Für die Anwendung von flüssigen Beton-Nachbehandlungsmitteln war zu untersuchen, inwieweit die Griffigkeit von Fahrbahndecken durch eine Erhöhung der Sperrwirkung, die durch höhere Dosierungen erzielt wurde, nachteilig beeinflusst wird. Die Erhöhung der Sperrwirkung auf 85 % wird bei Fahrbahndecken mit Oberbeton aus RC-Beton gefordert. Das Untersuchungsprogramm schloss sowohl Labor- als auch Feldversuche ein. Die Laborversuche ergaben, dass die Sperrwirkung bei steigender Dosierungsmenge größer wird und die Griffigkeit, gemessen mit dem Pendelgerät, kleiner. Eine Erhöhung der Sperrwirkung auf 85 % mit marktüblichen Nachbehandlungsmitteln kann unter Beachtung der Herstellerangaben und der bestehenden Regelungen für Nachbehandlungsmittel, die auch Griffigkeitsprüfungen mit dem Pendelgerät einschließen, auf Grund dieser Ergebnisse nicht erreicht werden. Eine Verminderung der Griffigkeit bei steigender Dosierungsmenge und damit steigender Sperrwirkung konnte in den Feldversuchen nur im Fall eines Streckenabschnitts bei Messung mit dem SRCIM-Gerät andeutungsweise gefunden werden, jedoch nicht bei den anderen Verfahren der Rauheitsmessung mit Pendelgerät, Ausflussmesser und Sandfleckmethode. Da die Fahrbahndecke jedoch einem Abrieb durch Baustellenverkehr und Reinigen ausgesetzt war, kann der Nachbehandlungsfilm teilweise auch schon vor Beginn der Messungen entfernt worden sein. Bei den Messungen mit dem SCRIM-Gerät auf der mit Jutetuch in Längsrichtung strukturierten nachbehandelten Strecke wurden die Grenzwerte für Fahrbahndecken aus Beton vereinzelt unterschritten. Nach den vorliegenden Untersuchungen kann aus den Laborergebnissen nur unter Vorbehalt auf die tatsächlichen Verhältnisse auf einer Fahrbahnoberfläche geschlossen werden. Eine Korrelation zwischen den Ergebnissen der Messungen mit dem Pendelgerät und den Messergebnissen der Oberflächenrauheit mit einem optischen Lasergerät konnte nicht gefunden werden.

Veröffentlichung