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Eingangsgrößen zur Bemessung von Brücken und Durchlässen nach Einflüssen aus Extremwetterereignissen und Versiegelung auf die Bodenwasserspeicherkapazität im Einzugsgebiet
2.451
IDN 709656
Forschungsstelle DMt Gmbh & Co. KG, Hamburg
Bearbeiter
Auftraggeber Bundesministerium für Digitales und Verkehr, Bonn
Stand Beginn: Januar 2022

Mit dem Vorhaben soll an ausgewählten Beispielgebieten eine Quantifizierung des Bodenaustrags, Geschiebeanfalls und des bodenbezogenen Biomasseaustrags aus dem Einzugsgebiet bei unterschiedlichen Starkregenereignissen durchgeführt werden. Dazu sollen vorrangig Daten realer Ereignisse ausgewertet und bodenkundliche Geländeuntersuchungen in Beispielgebieten angewandt werden. Die vorgesehenen Beispielgebiete sollen in unterschiedlichen Klimaregionen Deutschlands liegen. Diese Untersuchung der Einflüsse aus der Umgebung auf Straßen bei Extremwetterereignissen soll die Quantifizierung zukünftig möglicher Verschärfungen durch mittel- und langfristige Änderung der Bodenwasserspeicherkapazität ermöglichen. Bezugsort sind die Brücken und Durchlässe an Straßen, dazu zählen auch Querungshilfen für Tiere. Als Bemessungsgrößen für diese Bauwerke sind insbesondere die Zuflüsse aus dem Einzugsgebiet des straßenquerenden Gewässers/Abflussweges sowie Wasserspiegellagen von Bedeutung. Die Veränderung dieser Bemessungsgrößen durch die extrem wetterbedingten und gegebenenfalls weitere anthropogene Veränderungen, in den jeweiligen Einzugsgebieten der Bauwerke sollen für die Beispielgebiete quantifiziert werden. Es sollen Kriterien für die Übertragung der Ergebnisse auf weitere Mittelgebirgsregionen in Deutschland zusammengestellt werden. Anhand der Untersuchungsergebnisse sollen Veränderungen der Eingangsgrößen zur Bemessung von Brücken und Durchlässen und für Modellierungen quantifiziert und mögliche Beiträge von Straßenplanung, Straßenbau und Straßenbetrieb zu Vorsorgemaßnahmen diskutiert werden. Es sollen insbesondere für Mittelgebirge verbesserte Eingangsgrößen für hydrologisch-hydraulische Modellierungen zur Verfügung gestellt werden, die die Berücksichtigung zukünftiger Entwicklungen ermöglichen.

Veröffentlichung