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Detailergebnis zu DOK-Nr. 81056

Leistungsbezogene Bewertung der Dauerhaftigkeit von Betonbauwerken durch baustellentaugliche Abnahmeprüfungen

Autoren D. Ov
J.M. Lozano-Valcarcel
R. Breitenbücher
T. Kränkel
C. Gehlen
Sachgebiete 9.0 Allgemeines, Prüfverfahren, Probenahme, Güteüberwachung
9.3 Zement, Beton, Trass, Kalk
11.1 Berechnung, Dimensionierung, Lebensdauer

Ce/Papers: Proceedings in Civil Engineering 6 (2023), S. 1493-1504, 17 B, 3 T, 17 Q. − Online-Ressource: verfügbar unter: https://doi.org/10.1002/cepa.2915

Für die Dauerhaftigkeit eines Bauwerks ist die Qualität des eingebauten Betons entscheidend. Allerdings sind bislang für die dauerhaftigkeitsrelevanten Betoneigenschaften noch keine direkten Bewertungskriterien definiert worden. Die Qualität des eingebauten Betons wird in der Regel an separat hergestellten Proben nachgewiesen. Vergangene Forschungsarbeiten haben gezeigt, dass die am Bauwerk erzielten Betoneigenschaften von denen der separat hergestellten Proben erheblich abweichen können. In dem künftigen performance-basierten Dauerhaftigkeitskonzept ist zudem die direkte Prüfung der relevanten Parameter (Karbonatisierungsrate, Chlorideindringung und so weiter) mit einem vergleichsweise hohen Aufwand verbunden. Es wird in der Praxis ohnehin nicht umsetzbar sein, die dauerhaftigkeitsrelevanten Eigenschaften im hinreichenden Umfang über die direkten Prüfverfahren zu überwachen. Vielmehr ist die Qualität des Betons auf der Baustelle durch indirekte Schnellprüfverfahren (zum Beispiel Wenner-Sonde) zu bewerten, die damit verbunden in engeren Zeitabständen durchführbar und somit auch baustellengerecht sind. Hierzu liegen jedoch noch keine ausreichenden Erfahrungen über die Anwendbarkeit und Reproduzierbarkeit auf den Baustellen vor.