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Detailergebnis zu DOK-Nr. 82376

Von der Theorie zur Praxis: Erste Erfahrungen mit dem Entwurf der neuen RAM am Beispiel des Neubaus der SM Erndtebrück

Autoren H.G. Ockenfels
Sachgebiete 0.3 Tagungen, Ausstellungen
0.5 Patentwesen, Normen, Regelwerke
16.2 Straßenmeistereien und sonstige Nebenanlagen

Kolloquium Straßenbetrieb 2025, 23./24. September 2025, Karlsruhe. Köln: FGSV Verlag, 2025, USB-Stick (Hrsg.: Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen) (FGSV 002/144), 11 S., 1 B, 4 Q

Der Entwurf der neuen „Richtlinie für die Anlage von Meistereien“ (RAM) (Stand 15.12.2024) sieht sich nicht nur als „Baukonzeption für Autobahn- und Straßenmeistereien“ wie die RAM von 2014, sondern hat einen ganzheitlicheren Ansatz. Sie betrachtet den gesamten Gebäudezyklus, beginnend mit der Planung, dem Bau, dem Betrieb und gegebenenfalls auch dem Rückbau bzw. einer möglichen Nachnutzung. Eine begleitende Nachhaltigkeitszertifizierung ist daher sinnvoll, um diesen Ansatz qualitativ sicherzustellen. Darüber hinaus wird angestrebt, den Betrieb einer Meisterei resilient zu machen gegenüber den rasanten Veränderungen unserer Zeit, wie dem Klimawandel mit extremeren Wetterereignissen. Auch sollen die Meistereien auf dem neuesten Stand gehalten werden: bei den technischen Entwicklungen, hier besonders bei der Energieversorgung von Gebäuden und Fahrzeugen und bei der Sicherheit, allem voran der IT-Sicherheit. Es gilt, die Anforderungen an eine kritische Infrastruktur zu erfüllen, zu der die Straßenmeistereien als Teil des Straßennetzes gehören. Begrüßt wird, dass neben funktionalen und konstruktiven Anforderungen auch weiterhin gestalterische Anforderungen zu beachten sind und den Besonderheiten des Standortes eine hohe Bedeutung beigemessen wird. Der Planungsprozess für den Neubau der Straßenmeisterei Erndtebrück, ab ca. August 2023, überschneidet sich mit dem Entwurfsprozess der neuen RAM. Die Beteiligten, darunter die Architekten, die Fachplanenden, die Bauherrenvertreter und die Nutzenden, haben sich mit den Anpassungen und Konkretisierungen von Version zu Version auseinandergesetzt und Änderungen, soweit möglich, in die Planung integriert. Von Beginn an, bis weit in die Leistungsphase 3 (Entwurfsplanung), wurde Nutzende an den turnusmäßigen Planungsbesprechungen beteiligt. Neben der Meistereileitung wurden auch Mitarbeitende aus dem Betriebsdienst, der Verwaltung oder der Werkstatt beteiligt. Erfahrungen und Ergebnisse aus diesem Planungsprozess werden nachfolgend beschrieben und orientieren sich weitgehend an der Gliederung des Entwurfs der RAM. Selbstverständlich können nicht alle Planungs- und Gestaltungsgrundsätze der RAM angesprochen werden. Die nachfolgende Zusammenstellung beschränkt sich auf Aspekte, die während der Planung ausführlich diskutiert wurden, die die RAM bestätigen oder gegebenenfalls davon abweichen.