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Detailergebnis zu DOK-Nr. 82479

Mobilität in Deutschland (MiD 2023) – Ergebnisbericht

Autoren J. Belz
C. Böhnen
T. Brand
I. Dubernet
R. Follmer
A. Galich
D. Gruschwitz
N. Höing
K. Jäkel
K. Jearwattanakanok
K. Köhler
T. Kuhnimhof
L. van Nek
C. Nobis
M. Plener
M. Porschen
M. Ruppenthal
M. Schelewsky
J. Schuppan
M. Schürig
I. Seitz
B. Wawrzyniak
Sachgebiete 0.11 Daten (EDV, IT, Internetanwendungen und Verkehrsdaten)
0.2 Verkehrspolitik, Verkehrswirtschaft

Bonn, Berlin. Studie von infas, DLR, IVT und infas 360 im Auftrag des Bundesministers für Verkehr (FE-Nr. VB600001). - Online unter: https://www.mobilitaet-in-deutschland.de/publikationen2023.html

Zwischen der MiD 2017 und der MiD 2023 haben sich manche Rahmenbedingungen verändert. Einige dieser Faktoren beeinflussen auch die Alltagsmobilität. Dazu gehören mittelbare Folgen der Covid-19-Pandemie wie etwa die Etablierung der Homeoffice-Optionen. Gleichzeitig ist eine wachsende Bevölkerung zu verzeichnen, ebenso ein weiter anhaltender Trend der Verstädterung sowie Siedlungsverdichtungen. Hinzu kommt eine fortschreitende Alterung. So hat in der Zeit seit 2017 der Anteil der über 60-jährigen Bürgerinnen und Bürger in Deutschland mit einem Plus von zwei Prozentpunkten die 30-Prozent-Marke überschritten. Gleichzeitig gab es einfach messbare Zuwächse der Beschäftigten. Nicht einfach messbar war, ob bzw. in welchem Ausmaß es die diskutierten Verschiebungen zwischen Arm und Reich gab. Zumindest aber gab es in den Jahren 2020-2023 erstmals seit langer Zeit kein Reallohnwachstum. Bisher waren Mobilitätserhebungen von einer wachsenden Bedeutung des Autoverkehrs geprägt. Dies gilt auch für die MiD-Zeitreihe 2002 bis 2017. Mit der Erhebung 2023 ist dies erstmalig etwas anders. Zwar steigen Autobesitz und -verfügbarkeit weiterhin und ein Pkw-Führerschein gehört nach wie vor zur Grundausstattung der meisten Bürgerinnen und Bürger, doch das Niveau der täglichen Autonutzung liegt erstmals bei einer aktuellen MiD niedriger als bei der Vorgängererhebung, sowohl anteilig als auch absolut bei Verkehrsaufkommen und Verkehrsleistung. Der reine Fußverkehr zum Beispiel kann auf ein beachtliches Plus blicken. Viele Bemühungen konzentrieren sich darauf, den weiteren Verkehrsangeboten wie dem öffentlichen Verkehr, dem Fahrradfahren und dem Zufußgehen wieder mehr Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Dazu gehören auch neue Angebotsformen wie etwa Sharing-Möglichkeiten und On-Demand-Verkehre. Immer mehr Beachtung verlangen dabei Umweltaspekte. Nicht nur in Deutschland ist erkennbar, dass ein kontinuierlich wachsender Autoverkehr vor allem in den städtischen Räumen an Grenzen stößt. Wie nutzen Bürgerinnen und Bürger in Deutschland die Verkehrsangebote? Was hat sich dabei in den vergangenen Jahren verändert? Wie steht es um Menschen, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind? Diesen und weiteren Fragen geht die Studie Mobilität in Deutschland (MiD) in umfassender Form nach.