Zurück Vor
0901 253
Prognostizierung des Haftverhaltens von Asphalten mittels Spaltzugfestigkeitsabfall - Schaffung eines Bewertungshintergrundes
AiF 10277
IDN 706393
Forschungsstelle Technische Universität Braunschweig, Institut für Straßenwesen (Prof. Dr.-Ing. W. Arand)
Bearbeiter Arand, W.
Renken, P.
Büchler, S.
Auftraggeber Deutscher Asphaltverband (DAV) e.V., Bonn
Stand Abschluss: April 1998

Ein gutes Haften des Bindemittels am Gestein ist eine der Grundvoraussetzungen für den dauerhaften Bestand von Verkehrsflächenbefestigungen. Über den Spaltzugfestigkeitsabfall von für 24 Stunden bei einer Temperatur von + 50 Grad Celsius in Wasser gelagerten Marshall-Probekörpern gegenüber trocken gelagerten Probekörpern wurde untersucht, ob und ggf. wie das Haftverhalten von Asphalten durch eine Reihe von Einflussgrößen bestimmt wird. Als Hauptursache der Variabilität wurde die Asphaltart/-sorte erkannt, so dass es notwendig war, die fünf untersuchten Varianten - nämlich Asphaltbeton 0/11 L, Splittmastixasphalt 0/11 S, Asphaltbinder 0/16 und 0/22 sowie Asphalttragschichtmaterial 0/22 der Mischgutart C - getrennt für sich zu betrachten. Dabei erwies sich die Mineralstoffart als mit Abstand stärkste Einflussgröße, gefolgt vom Hohlraumgehalt und der Bindemittelart/ -sorte. Bei den eingesetzten Bindemitteln konnte zwischen einer Gruppe haftgünstiger und einer Gruppe haftkritischer Bitumen unterschieden werden. Darüber hinaus war es möglich, mittels potenzieller Regressionsanalysen einen mathematisch abgesicherten Zusammenhang zwischen dem Spaltzugfestigkeitsabfall als Merkmalsgröße zur quantitativen Bewertung des Haftverhaltens und dem Hohlraumgehalt als Einflussgröße herzustellen. Die berechneten Quantilen bilden die Grundlage zur Festlegung von Anforderungen an den Spaltzugfestigkeitsabfall, die Eingang in Technische Regelwerke finden sollten.

Veröffentlichung