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Detailergebnis zu DOK-Nr. 82416

Wie hängen die Einstellungen des Geschwindigkeitsbegrenzers von E-Scootern mit dem Nutzungsverhalten zusammen? Beobachtete Geschwindigkeiten und Nutzung von Straßen, Gehwegen und Radwegen in Austin (Texas) und Washington, D.C. (Orig. engl.: How are e-scooter speed-limiter settings associated with user behavior? Observed speeds and road, sidewalk, and bike lane use in Austin, TX, and Washington, D.C.)

Autoren J.B. Cicchino
N.K. Chaudhary
M.G. Solomon
Sachgebiete 5.3 Stadtverkehr (Allgemeines, Planungsgrundlagen)
5.5 Radverkehr, Radwege
6.1 Verkehrserhebungen, Verkehrsmessungen

Transportation Research Record (TRR): Journal of the Transportation Research Board Vol. 2678, H. 8, 2024, S. 171-183, 2 B, 7 T, zahlr. Q. - Online unter: https://journals.sagepub.com/home/trr

Viele Städte begrenzen die Höchstgeschwindigkeit von gemeinsam genutzten E-Scootern, aber es ist wenig darüber bekannt, wie sich diese Maßnahmen auf das Nutzungsverhalten auswirken. In der Studie wurden die Geschwindigkeiten gemessen und die Nutzung von Straßen, Gehwegen und Radwegen von 2 004 E-Scooter-Nutzenden in Washington, D.C., wo gemeinsam genutzte E-Scooter mit Geschwindigkeitsbegrenzern ausgestattet waren, die ihre Geschwindigkeit auf 10 mph (ca. 16 km/h) begrenzten, und in Austin (Texas), wo die Begrenzung bei 20 mph lag, beobachtet. An Orten ohne Radwege fuhren die Nutzenden in Washington unter Berücksichtigung der Umwelt- und Fahreigenschaften mit einer um 51 % höheren Wahrscheinlichkeit auf Gehwegen als in Austin. Über 80 % der E-Scooter-Nutzenden fuhren in beiden Städten auf Radwegen, sofern diese vorhanden waren. Obwohl die durchschnittliche Fahrgeschwindigkeit auf Gehwegen in Austin nicht signifikant höher war als in Washington, was eine Selbstregulierung der Geschwindigkeit auf Gehwegen zeigt, war der Anteil der E-Scooter-Fahrenden, die mit Geschwindigkeiten von =10 mph (41 % in Austin gegenüber 17 % in Washington) oder =15 mph (ca. 24 km/h, 9 % in Austin gegenüber <1 % in Washington) auf Gehwegen fuhren, in Austin höher. Eine vermehrte Nutzung von Gehwegen in Verbindung mit der Festlegung von Geschwindigkeitsbegrenzern für gemeinsam genutzte E-Scooter auf 10 mph könnte möglicherweise zu mehr Interaktionen mit dem Fußverkehr führen, aber niedrigere E-Scooter-Geschwindigkeiten am oberen Ende der Verteilung könnten das Verletzungsrisiko für diese verringern. Radwege könnten Platz für E-Scooter bieten, wo ihre Geschwindigkeiten besser zu denen anderer Verkehrsteilnehmender passen würden. Zukünftige Verbesserungen der Technologie zur genaueren Erkennung von Fahrten auf Gehwegen könnten es ermöglichen, die Höchstgeschwindigkeit von E-Scootern so anzupassen, dass sie sich in den USA unter Fußgängerinnen und Fußgängern auf Gehwegen und dem Radverkehr auf Radwegen einfügen.